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Harvard Businessmanager: Bei hoher Konzentration in einer Branche schaffen Akquisitionen nur selten mehr Wert

Breit angelegte Untersuchung zeigt, dass der Erfolg von Fusionen vom Zustand der Branche abhängt
Der Erfolg von Fusionen und Übernahmen hängt stark vom Zustand der Branche ab, in der sie erfolgen. Das ist das Ergebnis einer breit angelegten empirischen Untersuchung von Fritz Kröger und Stefan Zeisel. Die beiden A.-T.- Kearney-Berater veröffentlichen ihre Ergebnisse in der aktuellen Ausgabe des Harvard Businessmanagers, die am 26. Oktober erscheint.

Kröger und Zeisel haben weltweit 1031 Fusionen und Übernahmen der vergangenen zehn Jahre untersucht, die einen Transaktionswert von jeweils mehr als 500 Millionen Dollar hatten. Bei rund der Hälfte der betrachteten Unternehmen lag der Aktienkurs drei Jahre nach der Akquisition höher als im Branchendurchschnitt. Dem Management dieser Firmen war es also gelungen, durch die Fusion beziehungsweise Übernahme zusätzlichen Wert für seine Aktionäre zu schaffen.

Eine detaillierte Analyse ergab, dass der Zustand der Branche zum Zeitpunkt der Akquisition den Erfolg wesentlich beeinflusst. Ist der Konzentrationsgrad innerhalb einer Branche noch relativ gering, waren die untersuchten Fusionen und Übernahmen in fast 60 Prozent der Fälle erfolgreich. Nimmt die Konzentration stark zu und gibt es daher nur noch wenige Anbieter in einer Branche, sinkt die Erfolgswahrscheinlichkeit auf 30 Prozent. Diese Erkenntnisse sollten Manager bei der Planung einer Übernahme berücksichtigen, empfehlen die Autoren: „Wer genau den Zustand seiner Branche analysiert und eine Reihe von Regeln beachtet, kann durch Akquisitionen erfolgreich wachsen und die Wettbewerber abhängen.“

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