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Harvard Businessmanager: Deutsche Manager schrecken vor den renditeträchigsten Innovationen zurück

Skeptische Haltung gegenüber Durchbrüchen / Eigene Karriere nicht gefährden

Deutschlands Manager setzen auf die falschen Innovationen. Das ist das Ergebnis einer Langzeitstudie der Düsseldorfer Akademie Schloß Garath, die das Institut in der aktuellen Ausgabe des Harvard Businessmanager (Erscheinungstermin: 27. Mai 2003) veröffentlicht. Rolf Berth, geschäftsführender Gesellschafter der Akademie, hat mit seinen Mitarbeitern über neun Jahre hinweg 432 Innovationsprojekte aus 39 Branchen analysiert.

Dabei zeigte sich: Führungskräfte scheuen in der Regel so genannte Durchbruchsinnova-tionen. Dabei handelt es sich um bahnbrechende Neuerungen, wie sie etwa Nicolas Hayek mit der Swatch oder Steve Jobs mit dem Apple-Computer gelangen. „Die skeptische Haltung der Manager gegenüber Durchbrüchen ist unverständlich angesichts der Renditen von durchschnittlich fast 15 Prozent, die diese Innovationsart erzielt“, sagt Berth.

Die Führungskräfte hierzulande bevorzugten vermeintlich risikoarme Neuerungen, bei denen die Entwickler vorhandene Produkte nur geringfügig verbessern oder erneuern. Diese Projekte werfen aber nur eine geringere Rendite von 6,9 beziehungsweise 11,8 Prozent ab. Berth hat den Grund für die Präferenz der Manager ausgemacht: „Diese beiden Innovationsarten gefährden fast nie die eigene Karriere, weil sich alle Beteiligten über solche Projekte verhältnismäßig reibungslos verständigen können.“ Die Ängste der Manager seien allerdings unbegründet: Die Floprate bei den so genannten Durchbruchsinnovationen liege nicht höher als bei Verbesserungen und Erneuerungen.

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