Harvard Business Manager

Harvard Businessmanager: Deutsche Wirtschaft vor neuer Outsourcing-Welle

Unternehmen lagern zunehmend Dienstleistungen wie Personalwesen oder Einkauf aus / Einsparungen in Milliardenhöhe

Die deutsche Wirtschaft steht vor einer neuen Outsourcing-Welle. Zu diesem Ergebnis kommen Professor Dietmar Fink von der Fachhochschule Bonn-Rhein-Sieg, Stephan Scholtissek, Deutschland-Chef der Unternehmensberatung Accenture, und dessen Vorgänger Thomas Köhler in einem Beitrag für die aktuelle Ausgabe des Harvard Businessmanager (Erscheinungstermin: 27. Januar 2004).

Fink, Scholtissek und Köhler haben 200 Vorstände und Geschäftsführer gefragt, wie sie künftig die Wertschöpfung in ihren Unternehmen organisieren wollen. Nachdem die Industrie Fertigungsprozesse schon weitgehend ausgelagert hat, „beginnen nun immer mehr Unternehmen, interne Dienstleistungs- und Verwaltungsprozesse wie etwa den Einkauf, das Rechnungs- oder das Personalwesen an Dritte zu übertragen“, so die Autoren.

Der Grund für diese Outsourcing-Welle: Die Manager hoffen, ihr Unternehmen flexibler zu machen und Kosten zu sparen. „Für jeden Euro, den die deutsche Wirtschaft, Bund und Länder für Dienstleistungen ausgeben, ließen sich 11,6 Cent einsparen“, haben Fink und seine Koautoren ausgerechnet. Insgesamt entspräche dies rund 40 Milliarden Euro. Zurzeit realisieren Wirtschaft und Staat nur einen Bruchteil dieser Einsparungen. Zum Vergleich: Der gesamte Outsourcing-Markt in Deutschland habe heute ein Volumen von etwa 10 Milliarden Euro.

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