Harvard Business Manager

Harvard Businessmanager: Identitätskrise im Management

Manager müssen ihre Rolle im Unternehmen neu definieren

Flache Hierarchien, die Arbeit in wechselnden Teams und moderne Firmenkulturen stellen das traditionelle Selbstverständnis von Führungskräften infrage. Zu diesem Ergebnis kommen Georg Schreyögg, Professor für Organisation und Führung an der Freien Universität Berlin, und sein Mitarbeiter Thomas Lührmann im aktuellen Harvard Businessmanager (Erscheinungstermin: 25. Mai 2004). „Ein Manager kann sich nicht länger nur auf seine formale Stellung berufen, um einen Machtanspruch durchzusetzen“, stellen die beiden Autoren fest. Stattdessen müsse er eine überzeugende Identität als Führungskraft entwickeln.

Die Autoren schlagen dazu eine Vorgehensweise in drei Schritten vor. Im ersten Schritt sollte ein Manager die Führungsvorstellungen und Identitäten der Vorgesetzten, Kollegen und Mitarbeiter analysieren. Im nächsten Schritt sollte er sein Selbstverständnis als Führungskraft kritisch überprüfen und eventuell neu definieren. Schließlich sollte er durch eine überzeugende Selbstdarstellung den Menschen in seinem Arbeitsumfeld einen Identitätsvorschlag machen. In einer Art Verhandlungsprozess muss er dann versuchen, diese von sich zu überzeugen. „Da sich die Führungssituationen und -gegebenheiten in den Unternehmen häufig ändern, ist dies eine mehr oder weniger permanente Tätigkeit“, so Schreyögg und Lührmann.

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