Harvard Business Manager

Harvard Businessmanager: Illegale Aktivitäten bei Ebay

Immer mehr gestohlene und gefälschte Produkte werden über Online-Plattformen vertrieben / Markenartikler müssen interne Schwachstellen beseitigen, um sich zu schützen

Internet-Plattformen wie Ebay sind beliebte Umschlagplätze für gestohlene und gefälschte Produkte von Markenherstellern geworden. Wie Manager aus betroffenen Unternehmen derartige illegale Aktivitäten erschweren können, beschreiben der Berater Stefan Fischer, der Logistikleiter des Kosmetikkonzerns Beiersdorf, Frank Hassler, und der Betriebswirtschaftsprofessor Hans-Jörg Richter im aktuellen Harvard Businessmanager (Erscheinungstermin: 22. Februar 2005).

Von den illegalen Aktivitäten sind fast alle Markenartikler betroffen. „Waren es anfangs noch Bagatelldelikte, geht der Trend mittlerweile hin zu organisierten Strukturen“, stellen die Autoren fest. Kriminelle nutzten die Vorteile des Internets – Anonymität und eine große Nutzerzahl – mehr und mehr für ihre Zwecke. Die betroffenen Unternehmen leiden unter diesen Aktivitäten doppelt: Ihnen entgehen Umsätze, und sie erleiden einen Reputationsverlust bei Kunden, die Opfer der Betrüger geworden sind.

„Online-Marktplätze wie Ebay sind nur Plattformen und selten Ursache für Missbräuche“, schreiben die Autoren. Illegale Machenschaften Externer sind fast immer auf Schwächen in den internen Prozessen der Markenhersteller zurückzuführen. Eigene Mitarbeiter oder Lieferanten seien häufig an den Machenschaften beteiligt.

Um solchen Aktivitäten bei Online-Auktionen vorzubeugen, sollte das Management in drei Schritten vorgehen: Erstens muss es die eigene Wertschöpfungskette absichern, um die Nachschubwege für Betrüger zu blockieren. Zweitens muss der Markenhersteller Ebay und andere Auktionsplattformen wie Hood.de oder Ricardo.de permanent überwachen und durch Testkäufe kontrollieren. Drittens muss das Management den Kampf gegen den Missbrauch der Auktionsplattformen organisatorisch im Unternehmen verankern.

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