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Harvard Businessmanager: Studie: Dax-Unternehmen haben schlechtes Bildungscontrolling

Unternehmenserfolg durch Weiterbildung wird nicht überprüft / Mangelndes Interesse der Vorgesetzten behindert Wissenstransfer in die Praxis

Nur ein Drittel der Dax-Unternehmen verfolgen, ob der persönliche Beitrag ihrer Mitarbeiter zum Unternehmenserfolg durch Weiterbildungsmaßnahmen steigt. So lautet das Ergebnis einer Studie des auf Personalfragen spezialisierten Beratungsunternehmens Jetter-HR-Management, die der Harvard Businessmanager in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht (Erscheinungstermin: 31. Mai 2005). Rund 40 Prozent der Befragten gehen bei Jahresgesprächen nicht auf das Thema Bildungsmaßnahmen ein. „Keine der befragten Firmen ermittelt die Auswirkung auf den Unternehmenserfolg insgesamt“, heißt eine der Kernaussagen. Vielmehr scheint zu interessieren, ob die Mitarbeiter mit dem Seminar zufrieden waren. Das prüfen über 90 Prozent der Unternehmen. An der Befragung beteiligten sich 20 der 30 Konzerne, die im Deutschen Aktienindex gelistet sind.

Besonders mangelndes Interesse der Vorgesetzten behindere den Wissenstransfer in die Praxis, bemängeln der Unternehmensberater Wolfgang Jetter, die Softwareexpertin Christine Kirbach und der Duisburger Professor Heinrich Wottawa: „Häufig schicken Führungskräfte Mitarbeiter zu Seminaren und erwarten, dass – bildlich gesprochen – die lahme Ente als getunter Rennwagen zurückkommt.“ Ein möglicher Grund für dieses Defizit sei, dass Führungskräfte verschiedenster Abteilungen nicht intensiv und frühzeitig in den Planungsprozess einbezogen würden, schreiben die Autoren. Nicht einmal bei der Hälfte der Dax-Unternehmen sei eine solche Kooperation üblich.

Als Lösung schlagen Jetter, Kirbach und Wottawa ein ganzheitliches Konzept vor: Ausgangspunkt für jegliche Weiterbildungsmaßnahme müsse die Unternehmensstrategie sein. Von dort aus brechen sie in einer sechsstufigen Systematik die Auswirkungen auf den Unternehmenserfolg auf die Lernziele für einzelne Mitarbeiter herunter.

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