Harvard Business Manager

Harvard Businessmanager: Wohltätigkeit als Wettbewerbsvorteil

Unternehmen profitieren durch bessere Geschäftsaussichten

Engagieren sich Unternehmen heute sozial für ihr Wettbewerbsumfeld, verbessern sie langfristig ihre Geschäftsaussichten. Zu diesem Ergebnis kommt der Harvard-Professor Michael Porter, einer der renommiertesten US-amerikanischen Management-Vordenker, in einem Beitrag für den Harvard Businessmanager (Erscheinungstermin: 25.02.2003). Voraussetzung ist allerdings, dass die sozialen Aktivitäten zum Geschäft des Unternehmens passen.

Porter nennt als Beispiel Cisco Systems. Der Konzern und seine Kunden hatten Ende der 90er Jahre mit einem chronischen Mangel an Netzwerkadministratoren zu kämpfen. Das Management von Cisco hatte die Idee, über das Internet kostenlose Fernlernprogramme anzubieten, um Schüler und Studenten zu Netzwerkadministratoren auszubilden. Von diesem Angebot profitieren beide Seiten: Die Teilnehmer der Kurse haben bessere Chancen, einen Arbeitsplatz zu finden. Cisco und seine Kunden können unter qualifizierteren Bewerbern auswählen. Ein wichtiges Hemmnis bei der Verbreitung der Cisco-Produkte war somit beseitigt.

Ähnlich handelte auch Dreamworks SKG, das Filmstudio von Erfolgsregisseur Steven Spielberg. Dort wurde ein Programm für Schüler aus einkommensschwachen Familien in Los Angeles gestartet, um diese auf eine Tätigkeit in der Unterhaltungsindustrie vorzubereiten. Zu dem Angebot gehören Unterrichtseinheiten für Oberschulen, Praktika und persönliche Betreuung durch Dreamworks. Zwar werden nicht alle Kursteilnehmer bei dem Filmstudio selbst arbeiten, aber von einem größeren Angebot fachspezifisch geschulter Berufsanfänger profitieren auch die Geschäftspartner des Unternehmens.

Auf vergleichbare Weise ziehen Firmen aus Wohltätigkeit Nutzen, die etwa Transparency International unterstützen. Die gemeinnützige Organisation kämpft weltweit gegen Korruption, ein Missstand der Unternehmen oft den Zugang auf ausländische Märkte erschwert.

Eine solche Vorgehensweise, so fasst Porter seine Thesen zusammen, bringe "soziale und wirtschaftliche Ziele in Einklang".

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