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HSH Nordbank droht Ex-Managern mit Klage

Schadensersatzansprüche gegen frühere Vorstände drohen zu verfallen / Ex-Banker sollen freiwillig auf Verjährung verzichten

Der Aufsichtsrat der HSH Nordbank verlangt von einer Reihe früherer Vorstände des Geldinstituts, auf die Verjährung möglicher Schadensersatzansprüche zu verzichten. Anderenfalls droht den Ex-Managern eine Klage. Das berichtet das aktuelle manager magazin (Erscheinungstermin: 14. Dezember).

Hintergrund der Auseinandersetzung ist die Anklage der Hamburger Staatsanwaltschaft gegen sechs frühere Manager des Instituts, darunter der Ex-Bankchef Dirk Jens Nonnenmacher. Den ehemaligen Vorständen wird Untreue und Bilanzfälschung vorgeworfen. Das Hamburger Landgericht prüft die Klage seit Monaten; dass ein Verfahren eröffnet wird, gilt als wahrscheinlich.

Vor Kurzem war bekannt geworden, dass der Aufhebungsvertrag von Nonnenmacher eine Klausel enthält, nach der die Ansprüche der Bank auf eine mögliche Rückzahlung der knapp 4 Millionen Euro hohen Abfindung, die Nonnenmacher 2011 erhalten hatte, bereits am 15. Dezember 2012 verjähren.

Die HSH Nordbank kann die Ex-Manager im Falle einer Verurteilung weiterhin auf Schadensersatz verklagen. Allerdings droht auch dieser Anspruch Ende 2012 zu verfallen. Deshalb sollen die Ex-Vorstände, darunter Nonnenmacher, gegenüber der Bank freiwillig auf die Verjährung verzichten. Anderenfalls droht ihnen der vom früheren Deutschbanker Hilmar Kopper geleitete Aufsichtsrat mit einer zivilrechtlichen Schadensersatzklage.

Autor: Ulric Papendick
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