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„Hunderttausend Euro für ein Studium“

Elite-Uni-Präsident fordert kostendeckende Gebühren von ausländischen
Studierenden

Wolfgang Herrmann,Präsident der Technischen Universität (TU) München, möchte
von ausländischen Studierenden kostendeckende Gebühren verlangen dürfen. Die
exzellente Ausbildung in den Medizin-, Biologie- oder technischen Studiengängen
deutscher Universitäten koste teilweise mehr als 100 000 Euro, sagte Herrmann
im Rahmen der Veranstaltung „Hochschul-Quartett“, die am 28. Februar auf
Einladung des manager magazins und des Deutschlandfunks an der Freien
Universität Berlin statt fand. Auf lange Sicht, so Hermann weiter, sei es daher
nicht tragbar, dass die öffentliche Hand diese Kosten für ausländische
Studierende mittrage. Zuvor müsse jedoch, so der Präsident der TU München, die
alle genannten Studiengänge anbietet, ein leistungsfähiges Stipendiensystem
aufgebaut werden, das diese Gebühren bei allen begabten Studierenden übernimmt
– auch bei ausländischen.

Nach der Erfahrung des Hochschulmanagers schrecken Forderungen in dieser Höhe
keine ausländischen Studienbewerber ab. Vor allem asiatische Kandidaten, so
Wolfgang Herrmann, verstünden „gar nicht, wieso ein mehrjähriges Studium an
einer Spitzenhochschule nicht auch viel kosten soll“.

Stanford, Princeton, Harvard und andere Elite-Universitäten in den USA
verlangen teilweise 40 000 Dollar pro Studienjahr. An den öffentlichen
deutschen Hochschulen sind bisher allenfalls Studiengebühren in Höhe von 500
Euro je Semester fällig, in etlichen Bundesländern ist die Hochschulausbildung
kostenlos.

„Das Hochschul-Quartett“ ist eine redaktionelle Kooperation des manager
magazins mit dem DLF, der die Podiumsdiskussionen jeweils live überträgt. Vier
führende Köpfe aus der Universitätslandschaft debattieren über aktuelle Fragen
des Hochschulmanagements, der Bildungs- und Forschungspolitik.

Für Rückfragen:
Michael Kröher
Telefon: 040/308005-78

Hamburg, 1. März 2007

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Eva Wienke
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