DER SPIEGEL

In Pakistan freigelassener Terror-Verdächtiger will in die Pfalz zurückkehren

Berlin, 22. August 2007 – Der am 18. Juni in Pakistan festgenommene
Terror-Verdächtige Aleem N. aus Germersheim ist am Dienstag aus der Haft in der
Hauptstadt Islamabad entlassen worden. Der Supreme Court, das oberste
pakistanische Gericht, entschied nach Informationen von SPIEGEL ONLINE, dass
gegen den 45-jährigen Deutsch-Pakistaner keine Beweise vorlägen und er deshalb
nach zweimonatiger Haft freikommen müsse. Das Urteil fällte der erst kürzlich
wieder eingesetzte Richter Iftikhar Mohammed Chaudhry. Er warf
Regierungsvertretern im Saal vor, dass sie keine Beweise gegen N. vorgelegt
hätten.

In einem Telefongespräch mit SPIEGEL ONLINE beteuerte Aleem N. seine Unschuld.
"Gestern war einer der besten Tage meines Lebens", sagte er, "es gab für die
pakistanischen Behörden keine andere Möglichkeit, denn ich bin unschuldig."
Erst einmal wolle er sich erholen und "das Erlebte verdauen". Anfang kommender
Woche will er nach Deutschland zurückkehren, wo seine Frau in Germersheim
gemeinsam mit seinen Kindern lebt. Freunden berichtete N., er sei in der Haft
geschlagen worden. Eine frische Brandwunde zeugte nach seiner Freilassung von
Foltermethoden.

Der Edelsteinhändler war am Morgen des 18. Juni auf dem Flughafen in Lahore
festgenommen worden, von wo er über Katar nach Deutschland fliegen wollte. Ein
in Pakistan festgenommener Islamist hatte erklärt, er habe N. in einem
Terrorlager in der Grenzregion zu Afghanistan gesehen. Dort, so die Hinweise,
habe N. den Umgang mit Sprengstoff trainiert.

N. gehört nach Auffassung der Behörden zu einer Gruppe von zehn Deutschen, die
sich in die Krisenregion aufgemacht hätten und dort möglicherweise Anschläge
planten.

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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