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Karl Albrecht (Aldi) bleibt auch 2012 der reichste Deutsche

manager magazin spezial veröffentlicht seine Rangliste "Die 500 reichsten Deutschen 2012": 115 Einzelpersonen oder Familien in Deutschland verfügen über ein Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro / Gewinner des Jahres sind die SAP-Gründer Hasso Plattner und Dietmar Hopp sowie die Familie Würth (Würth-Gruppe) / Größter Verlierer sind die Familie Schlecker und die Metro-Aktionäre Beisheim und Schmidt-Ruthenbeck

Karl Albrecht (92) sowie Berthold (58) und Theo Albrecht jr. (62), die Söhne seines 2010 verstorbenen Bruders Theo, behaupteten auch 2012 die Plätze eins und zwei unter den reichsten Deutschen: Die beiden Aldi-Familien verfügen wie im Vorjahr über ein Vermögen von 17,20 beziehungsweise 16 Milliarden Euro. Dies geht aus der Rangliste "Die 500 reichsten Deutschen" hervor, die das manager magazin in einer Sonderausgabe (Erscheinungstermin: 9. Oktober 2012) veröffentlicht.

Die Auswirkungen der Schulden- und Euro-Krise auf die Vermögenslage der reichsten Deutschen waren gering. Im Gegenteil: Die Superreichen des Landes sind noch reicher geworden: Um gut 4 Prozent auf 319,85 (Vorjahr: 307,35) Milliarden Euro stieg das Vermögen der Top 100. Es nähert sich damit dem Rekordwert des Jahres 2008, als 324,6 Milliarden Euro erreicht worden waren. In fast allen Branchen – mit Ausnahmen im Einzelhandel und Finanzsektor – wurden teilweise kräftige Zuwächse erzielt. Insgesamt vermehrte sich der Wohlstand der 500 reichsten Deutschen auf über eine halbe Billion, genauer: auf 500,8 Milliarden Euro. Es übertrifft damit das Bruttoinlandsprodukt der Schweiz.

Das größte Wachstum verbuchte Hasso Plattner (SAP), dessen Vermögen in den vergangenen 12 Monaten um 900 Millionen auf 5,95 Milliarden Euro gestiegen ist. Auch die Familie Würth (Würth) und Dietmar Hopp (SAP) verbuchten mit jeweils 800 Millionen Euro starke Zuwächse auf 8 beziehungsweise 5,9 Milliarden Euro.

Größter Verlierer der diesjährigen Rangliste ist die Familie Schlecker, deren Vermögen in Folge der Firmenpleite der Schlecker-Drogerien um 1,92 Milliarden auf unter 40 Millionen Euro gestürzt ist. Hohe Verluste verbuchten darüber hinaus die Metro-Aktionäre Otto Beisheim und die Familie Schmidt-Ruthenbeck mit Rückgängen um jeweils 900 Millionen Euro auf 3,2 beziehungsweise 2 Milliarden Euro.

Die Anzahl der Einzelpersonen oder Familien in Deutschland mit einem Vermögen von mindestens einer Milliarde Euro ist auf 115 (Vorjahr: 108) gestiegen und hat damit einen neuen Höchstwert erreicht.

Die reichsten Deutschen (Vermögen in Mrd. Euro):

2012 2011
1 Familie Karl Albrecht (Aldi Süd) 17,20 17,20
2 Familie Berthold und Theo Albrecht jun. (Aldi Nord) 16,00 16,00
3 Dieter Schwarz (Lidl, Kaufland) 12,00 11,50
4 Familie Reimann (u. a. Reckitt Benckiser, Coty) 11,00 -
5 Susanne Klatten (u. a. BMW, Altana) 9,00 8,90
6 Familie Otto (Otto Versand, ECE) 8,20 9,00
7 Familie Würth (Würth) 8,00 7,20
8 Günter und Daniela Herz (u. a. German. Lloyd) 7,00 7,00
9 Familie Oetker (u. a. Oetker, Hamburg Süd) 6,90 7,00
10 Stefan Quandt (BMW) 6,60 -

- = kein Vorjahresvergleich möglich

Die reichsten Großfamilien, die zum Teil mehrere Hundert Mitglieder umfassen und deren Vermögen keinem überschaubaren Personenkreis mehr zugeordnet werden kann (in Mrd. Euro):

2012 2011
1 Brenninkmeijer (C&A) 21,50 22,00
2 Henkel (Henkel) 13,00 9,00
3 Heraeus (Heraeus) 7,20 7,00
4 Haniel (u. a. Metro) 6,90 8,00
5 Porsche (u. a. Volkswagen) 5,00 4,20
6 Siemens (Siemens) 3,80 –
7 Merck (Merck) 3,75 3,85
8 Freudenberg (Freudenberg) 3,00 2,90
9 Werhahn (Werhahn) 2,80 2,60
10 Vaillant (Vaillant) 2,40 2,40
11 Miele (Miele) 2,20 2,15
11 Zinkann (Miele) 2,20 2,15
13 Röchling (Röchling) 1,25 1,10

– = kein Vorjahresvergleich möglich

In dieser Gruppe finden sich auch die extremsten Vermögensausschläge der vergangenen zwölf Monate: Die 111 Nachfahren des Henkel-Gründers Fritz Henkel registrierten aufgrund des Börsenkurses ein Wachstum von 4 Milliarden Euro. Die Familie Haniel (650 Mitglieder) dagegen litt unter den Problemen im Handel, namentlich bei der Metro, und musste einen Rückgang von 1,1 Milliarden Euro hinnehmen.

Kontakt: Klaus Boldt
Telefon: +1 212 794-0342

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