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KarstadtQuelle: Probezeit für Achenbach

Bis Ende März muss der Vorstandschef zeigen, dass er ein Sanierer ist / Vertrag
mit Vorstand Peter Gerard soll nicht verlängert werden / Beteiligen sich Sal.
Oppenheim und Josef Esch an der Kapitalerhöhung?

Christoph Achenbach (46), Vorstandsvorsitzender der KarstadtQuelle AG, muss bis Ende März 2005 unter Beweis stellen, dass er in der Lage ist, das Konzept zur Sanierung der KarstadtQuelle AG (Umsatz: 15,3 Milliarden Euro) umzusetzen. Die Gesellschafter des angeschlagenen Handelsriesen erwarten vorzeigbare Erfolge schon bis Ende des ersten Quartals. Dies berichtet das manager magazin in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. Oktober 2004).

Das Vertrauen in Achenbachs Fähigkeiten sei vorhanden, schreibt die Zeitschrift, aber nicht uneingeschränkt: Vertretern der Aktionäre Schickedanz-Familie (41,6 Prozent), Allianz Versicherung (10,5 Prozent) und Riedel Holding (9 Prozent) sei bewusst, dass Achenbach als Mitglied des Vorstands unter dem inzwischen entlassenen Wolfgang Urban für den schlechten Zustand des Essener Konzern mitverantwortlich sei.

Ebenfalls im ersten Quartal soll eine Entscheidung über Peter Gerard (57), im Vorstand für die Dienstleistungssparte von KarstadtQuelle zuständig, getroffen werden. Gerards Vertrag, berichtet das Magazin, werde nicht verlängert.

Der Kapitalerhöhung von KarstadtQuelle haben alle Gesellschafter zugestimmt. Allerdings, berichtet das manager magazin, wolle sich die Riedel Holding voraussichtlich nicht daran beteiligen. Nicht ausgeschlossen ist es, dass große deutsche Familienvermögen jene 48 Prozent der Kapitalerhöhung übernehmen, die Ende des Jahres am Kapitalmarkt platziert werden sollen. Genannt würden immer wieder die Familie Oppenheim (Bankhaus Sal. Oppenheim) und der Immobilienentwickler Josef Esch.

Autor: Klaus Boldt
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