DER SPIEGEL

Kuhn hält schwarz-grüne Bündnisse für möglich

Grünen-Fraktionschef schließt nicht aus, dass seine Partei CDU-Mann Pflüger in
Berlin zum Regierenden Bürgermeister wählt

Berlin - Der Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Fritz Kuhn, hält
schwarz-grüne Bündnisse in den Ländern Berlin und Baden-Württemberg
grundsätzlich für möglich. Zwar sei die Modernisierung der Union in Fragen der
Gesellschaftspolitik noch nicht weitgehend genug, kritisierte Kuhn im
Interview mit SPIEGEL ONLINE. Allerdings sei auch richtig, dass Grüne und CDU,
als sie 1992 in Stuttgart nach Landtagswahlen erstmals Sondierungsgespräche
führten, „mehr voneinander trennte“.

Kuhn zeigte sich gegenüber SPIEGEL ONLINE zuversichtlich, dass die
Grünen „mittelfristig ganz sicher wieder an die Regierung kommen“. „Für mich
ist Opposition nicht Mist, sondern Dung für künftiges Regieren“, ergänzte er.
Kuhn schloss nicht aus, dass die Berliner Grünen den CDU-Kandidaten Friedbert
Pflüger zum Regierenden Bürgermeister wählen könnten. „Unsere Leute gucken sich
das hier natürlich ganz genau an“, erklärte Kuhn gegenüber SPIEGEL ONLINE. Für
Berlin sei es wichtig, „die Negativ-Kultur, die es hier teilweise gibt, in eine
Positiv-Kultur umzukehren“. Als Berliner Wahlziel formulierte Kuhn, die Grünen
so stark zu machen, dass „ohne sie in Berlin nicht mehr regiert werden kann“.

Das vollständige Interview finden Sie unter www.spiegel.de

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