DER SPIEGEL

Kurdenführer Talabani: „Es wird einen vereinten Irak geben“

Schiitenführer Sistani sichert volle Unterstützung kurdischer Belange zu / Demokratische Wahlen noch in diesem Jahr

– Der Anführer der Patriotischen Union Kurdistans, Dschalal Talabani, zeigt sich optimistisch im Hinblick auf eine demokratische Regierung für den Irak. Mit seinem bisherigen Gegner, Schiitenführer Sistani, habe er sich bei einem Treffen darauf geeinigt, in sieben oder acht Monaten die erste demokratische Regierung des Landes wählen zu lassen, erklärte er im Interview mit SPIEGEL ONLINE.

Bislang hatten sich die irakischen Kurden gemeinsam mit den USA und dem provisorischen Regierungsrat für Wahlen erst Ende kommenden Jahres ausgesprochen. Sistani hatte für das erste Halbjahr 2004 plädiert.

Talabani sagte gegenüber SPIEGEL ONLINE, Sistani habe ihm volle Unterstützung für eine weit gehende Autonomie der Kurden zugesichert. „Sistani ist kein Ayatollah Chomeini, er ist moderat, er will kein islamisches Regime, er will keine Geistlichen auf Ministerposten. Er hat keine Partei gegründet, und er hat mir zugesichert, dass er noch nicht mal eine Partei unterstützen will.“

Dass es künftig eine gemeinsame irakische Identität geben könnte, schließt Talabani weiter aus. „Aber es wird einen vereinten Irak geben, eine Föderation, in der die verschiedenen Völker leben.“

Der vollständige Text ist unter www.spiegel.de abrufbar.

Ansprechpartner für Rückfragen:
Lothar Gorris
Telefon: 040/3007-2794
E-Mail: lothar_gorris@spiegel.de

Kommunikation
Herbert Takors
Telefon: 040/3007-2614
E-Mail: herbert_takors@spiegel.de

Weitere Pressemeldungen

Alle Leserinnen und Leser können sich im Oktober auf eine vielseitige Literaturberichterstattung beim SPIEGEL freuen. Der digitale SPIEGEL präsentiert…
Mehr lesen