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Lufthansa will für Nachtflüge kämpfen

Konzernchef Franz fordert Ausnahmen von Frankfurter Ruhevorschrift

Die Deutsche Lufthansa will sich trotz des gerichtlich bestätigten Verbots weiter für Nachtflüge am Drehkreuz Frankfurt einsetzen. Konzernchef Christoph Franz sieht zumindest für ausgewählte Spätflüge einen Spielraum. "Das Gericht hat eine Anzahl von Nachtflügen 'annähernd null' eingefordert", sagte Franz dem manager magazin (Erscheinungstermin: 20. April), "das ist für mich nicht null." Die Politik, so der Manager, müsse überlegen, "inwieweit man sich immer mehr von Themen verabschiedet, die uns unseren Wohlstand bescheren." Dazu zähle auch die "infrastrukturelle Anbindung" der Exportnation Deutschland.

Franz forderte zugleich ein Einschreiten Europas gegen die aufstrebenden arabischen Fluglinien wie Emirates oder Etihad. Ihnen gehe es vor allem darum, "die europäischen Drehscheiben an den Golf zu verlegen." Die neuen Rivalen verletzten dabei "eklatant das Gleichgewicht im wechselseitigen Verkehr", moniert Franz. So böten sie mehr als dreimal so viele Flugsitze zwischen der Golf-Region und Europa an wie die europäischen Airlines. Die Kapazitäten müssten beschränkt werden, um faire Spielregeln im Wettbewerb zu gewährleisten, verlangt der Lufthansa-Chef.

Autor: Dr. Arno Balzer
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