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manager magazin 1/2018: Millionen-Miete für Nichts

Air Berlin zahlte für nie genutzte Immobilie

Die inzwischen insolvente Air Berlin hat noch kurz vor der Pleite hohe Summen für ein dubioses Bauprojekt verschwendet. Seit Anfang 2017 zahlte die Fluglinie monatlich über 212 000 Euro Miete für einen Bürokomplex in Schönefeld, der nie bezogen wurde und für den es offenbar keinen Bedarf gab. Das berichtet das manager magazin (Erscheinungsdatum: 15. Dezember).

Die Zahlungen gehen zurück auf einen Vertrag von 2014. Obwohl Air Berlin schon damals schwer angeschlagen war, verplichtete sich das Unternehmen, eine neue Immobilie in der Nähe des Hauptstadt-Flughafens BER bis zum Jahr 2032 zu mieten. Die Jahresmiete wurde auf gut 2,5 Millionen Euro festgelegt. Vertragspartner war der Bauunternehmer Jürgen B. Harder, der 2015 wegen Bestechung bei einem anderen Projekt zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt wurde. Das von Harder errichtete Gebäude wurde Ende 2016 bezugsfertig, seit Anfang 2017 floss die Miete. Der Komplex wurde aber nie bezogen, da Air Berlin keinen Bedarf hatte. Insidern zufolge war schon Jahre zuvor absehbar, dass die Fluggesellschaft den Neubau nicht benötigen würde. Erst mit der Insolvenz von Air Berlin war auch der teure Mietvertrag hinfällig.

Autor: Michael Machatschke
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