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manager magazin 10/2014: Milliardär Peter Thiel ärgert sich über Facebook-Investitionsfehler

Thiel kritisiert im Interview mit dem manager magazin mangelhafte Innovationsfähigkeit der Wirtschaft / „Keiner traut sich in Deutschland mehr etwas zu“

Er war der erste externe Facebook-Investor, mit dem Engagement verdiente Peter Thiel mehr als eine Milliarde US-Dollar. Und doch ist der amerikanische Starinvestor mit seinem Facebook-Deal nicht rundum zufrieden: „Ich habe mir die zweite große Geldgeberrunde, die Series B-Runde 2005, bei Facebook entgehen lassen. Die Bewertung war hochgegangen, das Unternehmen entwickelte sich objektiv gut. Ich war da, ich hatte alles Wissen dieser Welt, und ich habe es trotzdem verpasst. Das war der größte Investitionsfehler, den ich je begangen habe“, sagte Thiel in einem Gespräch mit manager magazin. (Erscheinungstermin: 19. September).

Der ehemalige PayPal-Mitgründer gilt als intellektueller, widersprucherregender Denker im Silicon Valley und hat gerade ein Buch veröffentlicht („Zero to One“, Campus Verlag). In diesem argumentiert er, die Wirtschaft überhitze regelmäßig, weil der technologische Fortschritt zum Erliegen gekommen sei und so kein echter Wertzuwachs mehr für die Gesellschaft entstehe. Grund für das Stocken der Innovation sei unter anderem der gesellschaftliche Pessimismus in Europa, vor allem verbreitet in seinem Geburtsland Deutschland. „Deutschland ist das Land der Welt, das am weitesten den eigenen Möglichkeiten hinterherhängt. Keiner traut sich mehr dort etwas zu“, sagte Thiel.

Autor: Astrid Maier
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