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manager magazin 10/2015: Kaufhof-Erwerber Hudson’s Bay sorgt schon vor der Übernahme für Ärger

Galeria-Holding-CEO Mandac und Finanzchef Fett müssen gehen – drastische Mieterhöhung für Warenhäuser – Mangelhafte Sozialcharta für Beschäftige

Schon vor der Übergabe der Warenhausfirma Galeria Kaufhof vom Verkäufer Metro AG an den Käufer, den kanadischen Konzern Hudson’s Bay Company, regieren die neuen Eigentümer in der Kölner Kaufhof-Zentrale durch und sorgen dort für erhebliche Unruhe. Wie das manager magazin in seiner Oktober-Ausgabe (Erscheinungstag: 18. September) berichtet, wird der langjährige Chef der Galeria Kaufhof und heutige CEO der Galeria Holding, Lovro Mandac, das Unternehmen auf Druck der Kanadier noch vor dem für Ende September vorgesehenen Closing des Kaufvertrags verlassen. Auch Holding-Finanzchef Thomas Fett soll gehen.

Für die mit dem operativen Geschäft übernommenen Warenhausimmobilien werde Hudson’s mit Wirkung vom 1. Oktober 2015 die Mieten drastisch erhöhen, schreibt manager magazin weiter. Zusätzlich müsse die Mieterin Galeria Kaufhof künftig für die Instandhaltung und Versicherung der Gebäude aufkommen. Der jährliche Mehraufwand betrage insgesamt 48 Millionen Euro – rund die Hälfte des bisher für das Geschäftsjahr 2015/2016 prognostizierten Vorsteuergewinns (Ebit).

Zudem plant Hudson’s laut manager magazin die Schließung von Lebensmittelabteilungen und in massivem Umfang die Untervermietung der Verkaufsflächen an Fremdfirmen. Die von Hudson’s Bay unterzeichnete Sozialcharta schütze die Beschäftigen nicht vor Personalabbau. Zwar habe Hudson’s sich zu einer Vertragsstrafe von 5 Millionen Euro für jeden Fall einer Warenhausschließung verpflichtet, Entlassungen ohne die Aufgabe von Standorten seien aber nicht mit einer Pönale bewehrt.

Autor: Sören Jensen
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