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manager magazin 10/2016: Sportmodehaus Bogner steuert auf Verluste zu

Weiterer Belegschaftsabbau geplant, Filialschließung in München

Beim Münchner Sportmodeanbieter Bogner gehen die Geschäfte schlecht. Das manager magazin berichtet in seiner jüngsten Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. September), dass die Firma im laufenden Geschäftsjahr, das am 31. Oktober endet, Verluste schreiben wird. „2016 ist für uns das Jahr der Restrukturierung“, sagte der Eigentümer Willy Bogner.

Der 74-jährige Bogner übergab am 6. September den Vorstandsvorsitz an Alexander Wirth (41), der Anfang des Jahres als Vize im Unternehmen anheuerte. Wirth hat bereits zahlreiche Stellen im Vertrieb abgebaut, in anderen Abteilungen soll die Belegschaft ebenfalls schrumpfen. „Wir brauchen dringend eine Schlankheitskur“, so der Senior. Der Umsatz war zuletzt zurückgegangen, auch weil viele Russen als Käufer ausbleiben.

Bogner hat in den letzten drei Jahren zehn Häuser eröffnet. Einige der Shops „funktionieren nicht“, räumt CEO Wirth ein. Die Münchner Bogner-Filiale für die Submarke Fire + Ice wird Ende September geschlossen. Verluste fährt auch der Flagshipstore in Stuttgart ein. Wirth: „Die Location steht zur Disposition.“

Zu allem Überdruss verliert Bogner auch die Ausstattungsrechte für die deutschen Teilnehmer an den Winterolympiaden. Seit 1936 haben die Münchener die Athleten für die Einmärsche und Abschlussfeiern herausgeputzt. Für Bogner war dies ein wichtiges Marketinginstrument, weil Milliarden von Zuschauern die größte Modenschau der Welt am Fernseher verfolgen. Bei den nächsten Spielen in Südkorea wird Adidas die Ausstattung übernehmen.

Autorin: Ursula Schwarzer
Telefon: 0 40/30 80 05-20

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