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manager magazin 12/2013: Diamanten-Milliardär steigt bei Karstadt ein

Steinmetz übernimmt 37,55 Prozent an Premium und Sport / Investoren Benko und Steinmetz haben auch Option auf Karstadt-Stammgeschäft / Bisheriger Alleineigentümer Berggruen wird mit Immobilien reich entschädigt

Der israelische Diamantenhändler und Multimilliardär Beny Steinmetz wird Mitbetreiber der Karstadt-Premiumsparte mit den drei Luxushäusern KaDeWe in Berlin, Alsterhaus in Hamburg und Oberpollinger in München sowie der Sportsparte mit 28 Filialen. Wie das manager magazin in seiner am 22. November erscheinenden Ausgabe berichtet, übernimmt Steinmetz jeweils 37,55 Prozent an der Premium- und der Sportfirma. Der österreichische Immobilienentwickler René Benko hatte im September angekündigt, in beide Gesellschaften mit 75,1 Prozent einzusteigen; jeweils die Hälfte dieser Anteile reicht er nun an Steinmetz weiter. manager magazin beruft sich auf eine Aufsichtsratsvorlage von Benkos Gesellschaft Signa.

Darüber hinaus besitzen Signa und Steinmetz laut manager magazin die Option, für einen Euro auch 75,1 Prozent der kriselnden Karstadt-Stammgesellschaft zu übernehmen, die 83 klassische Warenhäuser betreibt. Wenn die Partner ihre Option ausüben, hält der bisherige Alleineigentümer Nicolas Berggruen an allen drei Karstadt-Sparten nur noch 24,9 Prozent.

Anders als bisher bekannt, wird Berggruen von Signa und Steinmetz üppig entschädigt. Wie das manager magazin weiter schreibt, erhält der Deutschamerikaner gegen eine geringe Stammeinlage eine Beteiligung von 24,9 Prozent an einer Untergesellschaft von Signa und Steinmetz, der 18 an das Stammhaus vermietete Warenhäuser gehören. Zudem verfügt Berggruen über eine Option, sich mit ebenfalls 24,9 Prozent an jenen drei Immobilien zu beteiligen, die an die Premiumsparte (KaDeWe, Alsterhaus und Oberpollinger) vermietet sind. Er kann auf diese Weise an Wertsteigerungen partizipieren, die Signa für die insgesamt 21 Häuser mit einer halben Milliarde Euro prognostiziert hat.

Benko und Steinmetz wollen binnen zwei Jahren in alle drei Karstadt-Betreiberfirmen 300 Millionen Euro investieren - unter anderem, weil es dort einen erheblichen Nachholbedarf an Modernisierungen gibt. Das Geld holen sie sich jedoch nach Informationen von manager magazin über Mieterhöhungen zurück. Demnach wurden für sieben Häuser - darunter die drei Premium-Immobilien - Mietsteigerungen vereinbart, die für die Betreiberfirmen Mehrausgaben von 34,4 Millionen Euro pro Jahr bedeuten.

Autor: Sören Jensen
Telefon: 01 72/4 57 98 95

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