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manager magazin 12/2015: Deutsche Bank kontert Angriff der Fin-Techs

Deutsche Bank entwickelt zwei Roboter-Berater – einen für das Massengeschäft, einen für Vermögende

Die Deutsche Bank setzt zunehmend auf Roboter statt Privatkundenberater. Die Frankfurter entwickeln deshalb zwei separate digitale Vermögensverwalter für das Massenkundengeschäft und die gehobene Klientel. Das berichtet das manager magazin in der Beilage Portfolio, die der neuesten Ausgabe beiliegt (Erscheinungstermin: 20. November).

Der Schritt ist eine Reaktion auf den Vormarsch der Fin-Tech-Szene. Konkret greifen Start-ups wie Wealthfront und Betterment in den USA das Kerngeschäft auch der Deutschen Bank an, in Großbritannien ist es Nutmeg, in Deutschland Vaamo und Quirion. Gleichzeitig erlauben die Roboter-Entwicklungen der Deutschen Bank, etwaige Beratungslücken zu schließen, die sich durch den derzeit laufenden Stellenabbau im Privatkundengeschäft ergeben könnten.

Für das Privatkundengeschäft erstellt der Dax-Konzern demnach gemeinsam mit dem Mülheimer Start-up Fincite einen Robo-Berater. Damit sollen Kunden künftig online ein automatisiertes Anlageportfolio erstellen können, das hauptsächlich aus kostengünstigen Indexfonds ("Exchange-Traded Funds", ETFs) besteht.

Die vermögenden Kunden werden dagegen eine komplexe Anlagestrategie nutzen können, die vom US-Hedgefonds Bridgewater Associates erfunden wurde: Der konzerneigene Vermögensverwalter Deutsche Asset & Wealth Management arbeitet an einem Robo-Advisor, dessen Portfoliostrategie auf einem Risk-Parity-Modell basiert. Dabei werden Anlageklassen wie Aktien und Anleihen nach ihrem Verlustrisiko gewichtet. Den Deutsche-Bank-Anlageroboter für Wohlhabende entwickelt ein Team um Bernd Scherer, der zuvor für mehrere Investmentbanken quantitative Investmentmodelle erstellt hat. Die Deutsche Bank und Fincite wollten die Informationen nicht kommentieren.

Autoren: Philipp Alvares de Souza Soares, Mark Böschen
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