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manager magazin 2/2015: August Oetker blockiert Einigung der Unternehmerfamilie

Versöhnung der zerstrittenen Gesellschafter erneut gescheitert / Jüngere Oetker-Generation befürchtet dauerhaften Konflikt

In ihrem Bemühen um einen Friedensschluss hat die Unternehmerfamilie Oetker einen herben Rückschlag erlitten. Wie das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 23. Januar) berichtet, blockierte Beiratschef August Oetker die erhoffte Einigung. In einer Beiratssitzung am 12. Dezember sollte eigentlich Augusts Halbbruder Alfred Oetker zum stellvertretenden Beiratschef gewählt werden. Wie jetzt aus Kreisen der Familie bekannt wurde, strich der Vorsitzende August Oetker die Personalie jedoch kurzfristig von der Tagesordnung. Der Führungskonflikt im Schifffahrt- und Lebensmittelkonzern hält damit weiter an.

Seit Jahren streiten drei Familienstämme um die Frage, wer dem derzeitigen Chef Richard Oetker nachfolgen soll. Er geht Ende 2016 in den Ruhestand. Die ältere Generation lehnt Alfred Oetker als Nachfolger ab und bevorzugt einen externen Kandidaten. Als Kompromiss sollte Alfred Oetker wenigstens im Beirat einen herausgehobenen Posten bekommen. Die Lösung hatte ein hochkarätig besetztes Schiedsgericht erarbeitet.

Mitglieder des Beirats sind irritiert über das jüngste Vorgehen August Oetkers. Insbesondere Hans-Otto Schrader, Chef des Versandhändlers Otto, hatte sich für eine zügige Lösung starkgemacht. Alfred Oetker sowie seine Geschwister Carl Ferdinand und Julia sehen nach einer kurzen Tauwetterphase einen Rückfall in den Kalten Krieg der Gesellschafter.

Autor: Simon Hage
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Autor: Michael Machatschke
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