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manager magazin 3/2014: Teilerfolg für Schickedanz gegen Sal. Oppenheim

Schadenersatzprozess gegen die Bank wird im Juni mit Zeugenvernehmungen fortgesetzt

Über die Schadenersatzklage der ehemaligen Arcandor-Großaktionärin Madeleine Schickedanz gegen das Bankhaus Sal. Oppenheim und dessen früheren Immobilienpartner Josef Esch soll nun doch im Juni weiterverhandelt werden. Das berichtet das manager magazin in seiner März-Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. Februar). Eineinhalb Jahre nach dem bislang einzigen Prozesstag sollen mehrere von den Anwälten der Klägerin benannte Zeugen gehört werden. Auf der Ladungsliste stehen Frau Schickedanz' Ehemann Leo Herl, ihr Sohn Matthias Bühler, ihr Berater Klaus Pollakowski, Eschs ehemaliger Kunde Holger Lampatz und der frühere Arcandor-Chef Thomas Middelhoff.

Beim Prozessauftakt im Dezember 2012 hatte der Vorsitzende Richter Stefan Singbartl noch erklärt, er halte die Klage in weiten Teilen für „schwerlich plausibel". Daraufhin wurden von beiden Seiten umfangreiche Schriftsätze nachgereicht. Dass nun von der Klägerin benannte Zeugen aussagen sollen, werten Juristen als Zeichen für ein Umdenken der Kammer und somit als Teilerfolg für Schickedanz.

Bei den Vernehmungen soll es um den Komplex ADG-Darlehen gehen. Im Jahre 2005 hatte Sal. Oppenheim der Klägerin 380 Millionen Euro über eine Firma namens ADG geliehen. Frau Schickedanz behauptet heute, dies sei ein Scheingeschäft gewesen, deshalb sei sie zur Rückzahlung des Kredits nicht verpflichtet.

Autor: Sören Jensen
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