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manager magazin 3/2016: Volkswagen: US-Lösung nicht vor Ende März

Konzernkreise: Zurückgestellte 6,7 Milliarden Euro reichen nicht aus

Der Dieselskandal dürfte für Volkswagen in den USA deutlich teurer werden als bislang erwartet. Die von dem Autokonzern im letzten Jahr zurückgestellten 6,7 Milliarden Euro würden deshalb wahrscheinlich nicht ausreichen, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 19. Februar) unter Berufung auf Unternehmenskreise. Die VW-Spitze verhandelt schon seit Monaten vergeblich mit amerikanischen Umweltbehörden über eine Lösung für die von den Abgasmanipulationen betroffenen 600 000 Fahrzeuge. Eine Einigung sei nicht vor Ende März zu erwarten, berichten Topmanager. Die Kosten der zu erwartenden Rückrufe, Rückkäufe und Kompensationsmaßnahmen lägen höchstwahrscheinlich deutlich höher als ursprünglich gedacht.

Volkswagen hatte im September zugegeben, dass das Unternehmen in den USA Hunderttausende Autos mit manipulierter Motorsteuerung verkauft hat. Die Software sorgt dafür, dass bestimmte Modelle auf dem Prüfstand die Grenzwerte für den Ausstoß giftiger Stickoxide einhalten. Im normalen Fahrbetrieb liegen die Emissionen allerdings deutlich über den in den USA erlaubten Werten. Weltweit sind sogar bis zu 11 Millionen Konzernfahrzeuge mit der beanstandeten Software ausgestattet. Vor allem wegen der Unsicherheit über die Kosten der Probleme in den USA hatte Volkswagen bereits die ursprünglich für Anfang März geplante Veröffentlichung der Bilanz verschoben.

Die Verhandlungen zögen sich aktuell vor allem deshalb in die Länge, weil die amerikanische Umweltbehörde EPA auf einem Langstreckentest für eine von VW vorgeschlagene technische Lösung bestehe, berichtet das manager magazin weiter. VW habe gemeinsam mit einem Zulieferer Katalysatoren zur Abgasreinigung der ältesten betroffenen Motorengeneration entwickelt, heißt es in Wolfsburg. Die EPA wolle aber sichergehen, dass die reparierten Dieselfahrzeuge nicht nach ein paar Jahren wieder die Luft vergifteten. Diese Prüfstandtests seien frühestens Mitte bis Ende März beendet – und vorher gebe die Behörde kein Okay für einen Gesamtdeal.

Autor: Michael Freitag
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