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manager magazin 3/2018: Rocket-Internet-CEO Oliver Samwer soll heimlich in iranische Start-ups investiert haben

Beteiligung vor dem Börsengang, wohl um Rocket Internet wegen der Sanktionen nicht zu gefährden / Partnerschaft mit südafrikanischem Telekommulti MTN / Insider: "Bombe" im Portfolio

Oliver Samwer, Gründer und CEO von Rocket Internet, soll sich heimlich an iranischen Start-ups beteiligt haben. Dies berichtet das manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungstermin: 16. Februar) unter Berufung auf mehrere Insider.

Laut dem Bericht erfolgte ein erstes Investment von Samwer in die Iran Internet Group (IIG) bereits im Sommer 2014. Die IIG ist eine Dachgesellschaft mit Sitz in Teheran, zu der Start-ups wie Snapp, ein Uber-Klon, oder die Amazon-Kopie Bamilo gehören. Samwer soll ein Drittel der Anteile halten und zusammen mit seinen Partnern über 100 Millionen US-Dollar in die IIG investiert haben. Neben Samwer sind der südafrikanische Telekom-Multi MTN und sein iranisches Joint-Venture Irancell an der IIG beteiligt.

Rocket Internet und MTN äußerten sich auf Anfrage nicht zu den Investments Samwers. Rocket betonte lediglich, selbst "keine Beteiligungen" im Iran zu unterhalten. Oliver Samwer hatte vor dem Börsengang erklärt, dass er künftig alle seine Investmentaktivitäten unter dem Dach von Rocket Internet bündeln würde.

Hintergrund seines ungewöhnlichen Iran-Engagements waren wohl die Wirtschaftssanktionen, mit der die USA und die EU das Land belegt hatten. Bis heute ist es US-Bürgern verboten - auch indirekt - Beteiligungen im Iran zu unterhalten. Samwers Investition ist legal, könnte aber Geschäfte in den USA erschweren, glauben Insider.

Autoren: Philipp Alvares de Souza Soares, Jonas Rest
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