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manager magazin 4/2014: Karstadt schreibt abermals dreistelligen Millionenverlust

127 Millionen Euro Jahresfehlbetrag in 2012/2013 / Warenhaus zahlt 11 Millionen Euro für Namensrechte an Eigentümer Berggruen

Die Karstadt Warenhaus GmbH hat auch im Geschäftsjahr 2012/2013 einen dreistelligen Millionenverlust geschrieben. Wie das manager magazin unter Berufung auf die jüngste Aufsichtsratssitzung in seiner April-Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. März) berichtet, weist Karstadt für die am 30. September 2013 zu Ende gegangene Rechnungsperiode einen Jahresfehlbetrag von 127 Millionen Euro aus. Das sei zwar optisch eine Verbesserung gegenüber dem erst Anfang März im Bundesanzeiger veröffentlichten Verlust des Geschäftsjahres 2011/2012 in Höhe von 158 Millionen Euro. Allerdings enthielt das damalige Defizit allein 117 Millionen Euro an Abfindungen für einen Personalabbau. In Wahrheit habe sich das laufende Ergebnis also stark verschlechtert. Insbesondere die verfehlte Einkaufspolitik des Ende 2013 ausgeschiedenen Karstadt-Chefs Andrew Jennings sei die Ursache dafür gewesen. Der Umsatz ging 2012/2013 von gut 2,9 auf etwa 2,7 Milliarden Euro zurück, meldet manager magazin weiter.

Für das laufende Geschäftsjahr 2013/2014 wird abermals ein dreistelliger Millionenverlust erwartet. Das Weihnachtsgeschäft lief schlecht, ebenso die ersten beiden Monate des Jahres 2014. Zudem fehlen erstmals die Umsätze der abgespaltenen Firmen Karstadt Premium und Karstadt Sports. Für beide hatte die Karstadt Warenhaus GmbH bislang mit eingekauft. Dieses als Großhandelsumsatz verbuchte Volumen von mehr als 300 Millionen Euro fällt nun weg.

Die Ende Februar angetretene neue Vorsitzende der Geschäftsführung, Eva-Lotta Sjöstedt, muss nicht nur gegen die Umsatzerosion und die operative Misere ankämpfen. Auch Unternehmenseigentümer Nicolas Berggruen wird immer mehr zur Belastung. Für die Nutzung der Rechte am Namen Karstadt berechnet Berggruen dem Unternehmen 0,5 Prozent vom Umsatz, für das laufende Geschäftsjahr voraussichtlich gut 11 Millionen Euro. Zuvor hatte sich Berggruen mit einem geringeren Satz zufriedengegeben.

Autor: Sören Jensen
Telefon: 040 308005-39

Hamburg, 19. März 2014

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