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manager magazin 4/2015: Apple: Autopläne konkreter als gedacht

Computer- und iPhone-Hersteller wollte Magnas Batteriesparte kaufen

Die Autopläne des kalifornischen Technologiekonzerns Apple sind deutlich konkreter als bislang bekannt. Die Grundzüge des Geschäftsmodells stünden bereits, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 20. März). Apple-Chef Tim Cook beschränke sich auf die Entwicklung von Elektroautos, heißt es in Konzernkreisen. Er greife die Autohersteller mit einer Doppelstrategie an. Zum einen wolle er die Kunden mit einem besseren Software- und Digitalisierungskonzept überzeugen. Zum anderen wolle er gleich zum Start das beste Batteriepaket anbieten. Deshalb habe Apple auch kürzlich mit dem kanadisch-österreichischen Zulieferer Magna über einen Kauf von dessen Batteriesparte verhandelt, berichten Topmanager.

Magna ist auf die Steuerung von Batterien und Elektromotoren spezialisiert. Der Zulieferer verkaufte die Sparte tatsächlich. Den Zuschlag erhielt allerdings nicht Apple, sondern der koreanische Elektronikkonzern Samsung. Verschiedene Medien hatten berichtet, Apple wolle Magna mit der Produktion eines iCars beauftragen. Darüber habe man jedoch nur am Rande gesprochen, heißt in der Apple-Zentrale. Apple entwickelt auch die Batterien für seine Laptops, Tablet-Computer und Telefone weitgehend selbst. Zu Testzwecken hat das Unternehmen dafür sogar eine eigene Fertigung aufgebaut.

In Apples Personalabteilung stapeln sich den Berichten aus dem Konzern zufolge Bewerbungen von Autoentwicklern. Derzeit führe man Gespräche mit diversen Topshots der US-Autoindustrie. Das Unternehmen baut gerade ein 1000 Personen starkes Autoteam auf.

Das iCar werde frühestens in fünf Jahren marktreif sein, sagen Apple-Manager. Anbieten wolle man das Auto in dem Moment, in dem Batterieleistung und Softwaredesign für die Kunden zu den zentralen Kaufargumenten geworden seien. Ähnlich sei es schon mit dem iPhone geglückt. Apple habe es zu dem Zeitpunkt auf den Markt gebracht, als Display und Apps entscheidend geworden seien. So habe man Nokia und schließlich auch Blackberry verdrängt.

Autor: Michael Freitag
Telefon: 040 308005-53

Hamburg, 19. März 2015

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