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manager magazin 4/2015: Streit um Sparkassen-Haftungsverbund eskaliert

Auch ostdeutscher sowie rheinischer Regionalverband melden Bedenken an // Druck auf DSGV-Präsident Georg Fahrenschon wächst

Der Streit um die künftige Lastenverteilung aus dem Haftungsverbund von Sparkassen, Landesbanken und Landesbausparkassen verschärft sich. Bislang hatte lediglich Westfalens Sparkassenchef Rolf Gerlach (61) gegen die Ideen von Georg Fahrenschon (47), Präsident des Dachverbands DSGV, opponiert. Jetzt melden auch der ostdeutsche sowie der rheinische Verband Bedenken an, berichtet manager magazin in seiner neuen Ausgabe (Erscheinungsdatum: 20. März). In Schreiben an Fahrenschon mahnen sie, dass die zunehmend eigenkapitalschwachen Sparkassen die Belastungen aus den Beitragsleistungen tragen können müssten.

Sparkassen und Landesbanken ringen seit Monaten darum, ihr Einlagensicherungssystem an europäische Richtlinien anzupassen. Sie müssen in den kommenden Jahren rund zwei Milliarden Euro nachschießen, um neue EU-Regeln zur Sicherung von Spareinlagen zu erfüllen. Können sie sich nicht bis 3. Juli einigen, wäre der Haftungsverbund des öffentlich-rechtlichen Bankensektors gesprengt. Gerlach hat bereits angekündigt, sich dann dem Verband Öffentlicher Banken (VÖB) anzuschließen.

Autor: Tim Bartz
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Hamburg, 18. März 2015

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