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manager magazin 5/2015: Commerzbank startet Ära des Dauersparens

Martin Blessing: "Kosteneinsparungen sind ein dauerhafter Prozess" / Ziele für 2016 werden "deutlich schwieriger" zu erreichen als geplant

Martin Blessing: "Kosteneinsparungen sind ein dauerhafter Prozess" / Ziele für 2016 werden „deutlich schwieriger“ zu erreichen als geplant

Commerzbank-Chef Martin Blessing hat kontinuierliches Sparen zu einer Kernaufgabe für sein Topmanagement erklärt. „Wir wollen weg vom Programmdenken, Kosteneinsparungen sind ein dauerhafter Prozess“, sagte Blessing dem manager magazin (Erscheinungsdatum: 24. April). Der Ansatz soll lähmende Konflikte im Unternehmen vermeiden. "Die eine große Maßnahme wird es deswegen nicht geben. Darüber freuen sich höchstens die Medien, hier im Haus bringt es Unruhe", so Blessing.

Der 51-Jährige braucht Kostensenkungen, um seine für 2016 angekündigten Ziele noch zu erreichen. In 20 Monaten will er seine Eigenkapitalrendite auf mehr als 10 Prozent steigern und die Aufwand-Ertrag-Quote auf 60 Prozent senken. Derzeit betragen die Kosten noch 79 Prozent der Erträge. Zu seinen Chancen, seine Ziele zu erreichen, sagte er: "Insgesamt wird es deutlich schwieriger, als wir 2012 gedacht hatten." Eine Korrektur der Ziele der „Agenda 2016“ aber lehnte er ab: "Ich sehe derzeit keinen Anlass, den Kampf aufzugeben, auch wenn er schwerer wird."

Zu seiner eigenen Zukunft äußerte er sich zurückhaltend. Blessings Vertrag steht ab dem Herbst zur Verlängerung an. Auf die Frage, ob er seine Arbeit dann auch nach 15 Jahren im Commerzbank-Vorstand fortsetzen wolle, sagte er: "Natürlich mache ich meine Aufgabe gern, sonst würde ich sie nicht machen. Für Vorstände gibt es bei Vertragsverlängerungen einen Regelprozess. Der gilt auch für mich."

Autor: Tim Bartz
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