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manager magazin 8/2014: Heimvorteil im Aufsichtsgremium

CEOs, die nahtlos in den Aufsichtsrat wechseln, steigern den Unternehmenswert. Das belegt eine Studie der WHU. Der Befund stellt ein wichtiges Prinzip der Corporate Governance infrage

Die Karenzzeit, die CEOs vor dem Wechsel in den Aufsichtsrat ihres Unternehmens einhalten müssen, schädigt womöglich den Unternehmenswert. Die Regelung geht zulasten der Aktionäre, wie eine Studie der WHU – Otto Beisheim School of Management in Kooperation mit der Uni Mannheim zeigt. manager magazin veröffentlicht exklusiv die Studienergebnisse in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 18. Juli).

Wenn die Amtszeit eines CEO endet, sieht das deutsche Aktienrecht eine zweijährige Karenzzeit vor, bevor der Manager in den Aufsichtsrat seiner Firma wechseln kann. Nun kommt die WHU-Studie zu dem Schluss, dass der nahtlose Wechsel eines CEOs ins Aufsichtsgremium den Unternehmenswert tendenziell steigert.

Christian Andres, Studienautor und Finanzprofessor an der WHU, hat CEO-Wechsel in 150 Unternehmen aus Dax, M-Dax und S-Dax zwischen 1998 und 2007 untersucht. 107 Vorsteher schieden in dieser Zeit freiwillig aus dem Amt, 59 von ihnen wechselten in den Aufsichtsrat.

Für den Zeitraum von 30 Handelstagen vor und nach der Wechselankündigung errechnete Andres einen durchschnittlichen Kursanstieg von 5,3 Prozent, bereinigt um allgemeine Markteffekte. „Wenn jemand, der als CEO gute Arbeit geleistet hat, als Aufseher weiter dem Unternehmen zur Seite steht, schaffen dessen Branchenkenntnis und Erfahrung Vertrauen, und das wird vom Markt belohnt“, erklärt Andres.

Autor: Klaus Werle
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