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manager magazin 8/2014: Volkswagen: Winterkorn wird Vertrag bis 2018 verlängern

Konzernchef kündigt Sparprogramm an / Marke VW soll Kosten um mehr als fünf Milliarden Euro reduzieren, um Renditeziel für 2018 zu sichern

Volkswagen-Chef Martin Winterkorn wird seinen Vertrag voraussichtlich um zwei Jahre bis 2018 verlängern. Darauf habe er sich mit der Aufsichtsratsspitze verständigt, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 18. Juli). Winterkorn wolle sich persönlich darum kümmern, dass der Konzern die von ihm in der "Strategie 2018" festgeschriebenen Ziele erfüllt, heißt es in Aufsichtsratskreisen. Insbesondere wolle sich der Volkswagen-Chef um die Rendite der von ihm selbst geführten Marke VW kümmern. Vor Führungskräften kündigte Winterkorn dazu ein Sparprogramm an. Mithilfe dieses Programms solle der Kostenanstieg bis 2018 um etwa 5,5 Milliarden Euro pro Jahr gebremst werden.

Der aktuelle Vertrag des 67-jährigen Winterkorn läuft bis Ende 2016. Formell kann der Aufsichtsrat damit erst Ende 2015 über die Verlängerung entscheiden. Zuletzt hatten im Konzern wiederholt Gerüchte für Unruhe gesorgt, Winterkorn könne den Markenvorsitz bei VW abgeben und sich auf eine Rolle als Holdingchef beschränken. Im Konzernvorstand stehen nach Informationen des manager magazins mittelfristig andere Veränderungen an. So heißt es in Unternehmenskreisen, Porsche-Chef Matthias Müller werde in die Wolfsburger Führung aufrücken. Bislang gehört Audi-Topmann Rupert Stadler neben Winterkorn als einziger Markenchef gleichzeitig dem Konzernvorstand an.

Das von Martin Winterkorn angekündigte Sparprogramm läuft im Konzern unter dem Logo "Future Tracks". Winterkorn will die jährlichen Einsparungen nach und nach erhöhen. Final sollten zum Beispiel Entwicklung, Produktion und Vertrieb jeweils rund eine Milliarde Euro weniger ausgeben als aktuell geplant, heißt es in Wolfsburg. Der Vorstandsvorsitzende reagiere damit auf Warnungen der Konzernfinanzer. Demnach könnte die Marke VW schon 2015 auf eine Umsatzrendite von einem Prozent absinken. Winterkorn hat angekündigt, die Marke VW werde 2018 eine Umsatzrendite von 6 Prozent vor Steuern erreichen. Für den Gesamtkonzern liegt die Vorgabe bei 8 Prozent. Ohne eine massive Senkung der Kosten seien beide Ziele gefährdet, heißt es im Unternehmen. Winterkorn wolle zudem verhindern, dass die Marke bei einer Konjunkturkrise in wirkliche Not gerate.

Autor: Michael Freitag
Telefon: 040 308005-53

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