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manager magazin 8/2015: Volkswagen: China-Krise geht ins Geld

Konzern erwartet aus China 2015 eine Milliarde Euro weniger Gewinn

Die aktuelle Nachfrageschwäche in China könnte den Autohersteller Volkswagen 2015 mehr als eine Milliarde Euro Gewinn kosten. Die Rendite der chinesischen Joint Ventures des Konzerns liege im laufenden Jahr bislang um rund ein Viertel unter der Vorjahresmarge, berichtet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe (Erscheinungstermin: 24. Juli). Wenn der Absatz so niedrig bleibe wie im Juni, könne zum Jahresende auch eine zweite Milliarde fehlen, heißt es in Konzernkreisen.

China ist für Volkswagen mittlerweile der wichtigste Markt. Europas größter Autokonzern verkauft dort 40 Prozent seiner Fahrzeuge. Nach regelmäßig zweistelligen Wachstumsraten in den vergangenen Jahren sank der Absatz im ersten Halbjahr 2015 aber um 4 Prozent. Bei der Marke VW betrug das Minus in den ersten sechs Monaten knapp 7 Prozent, im Juni gar 22 Prozent.

Der Antrittsbesuch des neuen VW-Markenchefs Herbert Diess bei den chinesischen Joint-Venture-Partnern geriet so zu einer Art Krisenvisite. Diess und auch Volkswagens Vorstandsvorsitzender Martin Winterkorn trafen sich am Rande der Gastspiele des FC Bayern München in China mit chinesischen Partnern und dem eigenen Topmanagement. Volkswagens China-Vorstand Jochem Heizmann habe sogar schon Pläne für ein Sparprogramm vorbereitet, heißt es bei Volkswagen.

Autor: Michael Freitag
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