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manager magazin 8/2016: Die drei Gründersöhne boxen Radikalumbau bei Ikea durch

Familienfremder Gruppenchef verliert Zuständigkeit für Fabriken, Sortiment, Logistik und Einkauf / Mathias Kamprad neuer starker Mann bei Einrichtungskonzern

Das Einrichtungshaus Ikea wird grundlegend reorganisiert. Zum 1. September verliert der Chef der Ikea-Gruppe, Peter Agnefjäll, entscheidend an Einfluss. Er verantwortet künftig nur noch die insgesamt 328 Läden und 50 Einkaufs- und Fachmarktzentren des Konzerns. Dies berichtet das manager magazin in seiner jüngsten Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. Juli).

Abgeben muss Agnefjäll 43 Fabriken, die Sortimentsgestaltung, den Einkauf und die Logistik. Insgesamt wandern dadurch 38 500 von insgesamt 155 000 Mitarbeitern zu einer rechtlich selbstständigen Gesellschaft namens Inter Ikea mit Sitz in den Niederlanden. Inter Ikea gehören bisher die Markenrechte an Ikea – mit der dann neuen Zuständigkeit für die gesamte Wertschöpfungskette bildet sie künftig das Machtzentrum in dem Riesenreich.

Die Reorganisation soll die Effizienz von Ikea steigern und das Wachstum ankurbeln. In den zurückliegenden Jahren hatten die Schweden immer wieder ihre Wachstumsziele verfehlt. 2015 erlöste Ikea 32 Milliarden Euro, bis 2020 soll der Umsatz auf 50 Milliarden Euro steigen.

Initiiert haben den Umbau die drei Nachkommen von Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. Der Patriarch spielt überhaupt keine Rolle mehr. Sein Sohn Peter Kamprad agiert als Familienoberhaupt. Mathias Kamprad zieht in der ausgebauten Inter Ikea die Strippen, er gilt als neuer starker Mann bei Ikea. Jonas Kamprad nimmt keine hervorgehobene Position ein.

Autorin: Ursula Schwarzer
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