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manager magazin 8/2016: Fraunhofer-Chef drängt Autoindustrie zum Aufbau eigener Batterieproduktion

„Die Situation ist kritisch“ / Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft, warnt vor einer technologischen Abhängigkeit der deutschen Automobilindustrie von ausländischen Zulieferern.

Deutschlands wichtigster Wissenschaftler für angewandte Forschung drängt die Automobilindustrie zum Aufbau einer eigenen Batterieproduktion. „Deutschland ist die geborene Nation für Elektromobilität“, sagt Reimund Neugebauer, Präsident der Fraunhofer-Gesellschaft zur Förderung der angewandten Forschung, in einem Interview, das in der kommenden Ausgabe des manager magazins erscheint (Erscheinungstermin: 22. Juli). Deswegen müssten die Autohersteller rasch eine eigene Batteriefertigung hochziehen: „Wir dürfen eine systemrelevante Schlüsselindustrie wie die Automobilbranche nicht abhängig machen vom Ausland. Die Situation ist kritisch!“

Die Aussagen Neugebauers fallen mitten in eine Kontroverse innerhalb der deutschen Autohersteller. Volkswagen etwa rechnet für die kommenden Jahre mit einem starken Wachstum von Elektrofahrzeugen, diskutiert intern aber noch, wie stark man eine eigene Batteriekompetenz aufbauen sollte. Vorstandschef Matthias Müller hat dazu eine Entscheidung im November angekündigt. Daimler hatte sich lange Jahre am Aufbau einer eigenen Batterieproduktion versucht, das Engagement dann aber stark zurückgefahren.

Autor: Michael Kröher
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