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manager magazin 9/2015: Obi greift nach Baumax

Die Tengelmann-Tochter will Filialen des österreichischen Marktführers mieten und sie in Obi-Filialen umfirmieren

Die zur Tengelmann-Gruppe gehörende Heimwerkerkette Obi will sich den Zugriff auf einen Großteil der Läden des österreichischen Marktführers Baumax sichern. Wie das manager magazin in seiner jüngsten Ausgabe (Erscheinungstermin: 21. August) meldet, plant Obi 69 der 106 Baumax-Läden zu mieten. Obi will die Geschäfte in Slowenien, Österreich, der Tschechischen Republik und der Slowakei nicht kaufen, weil Baumax nach Informationen aus Unternehmenskreisen die Insolvenz drohe und Obi nicht in den Strudel einer Pleite mit hineingerissen werden möchte.

Es ist geplant, dass die langfristig angemieteten Läden unter der Marke Obi firmieren und auch das Obi-Sortiment führen. Übernehmen wollen die Deutschen lediglich das Personal – Entlassungen soll es keine geben – und die Ladeneinrichtung. Da auch das Anmieten der Immobilien der Fusionskontrolle unterliegt, hat der deutsche Branchenprimus bereits einen Genehmigungsantrag bei der Europäischen Kommission gestellt.

Noch sind die künftigen Eigentumsverhältnisse von Baumax ungeklärt, denn der Grazer Immobilienentwickler Supernova zeigt Interesse, einen Teil der Baumax-Märkte zu kaufen. So ist bislang offen, von wem Obi die Filialen mieten könnte.
Autorin: Ursula Schwarzer
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