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manager magazin: IG BCE fordert "Zukunftsprogramm" für die Energiewende

Der Vorsitzende der Gewerkschaft IG BCE, Michael Vassiliadis, fordert ein Energiekosten-Moratorium, um Gefahren für den Industriestandort Deutschland abzuwenden.

"Die Politik sollte sich verpflichten, fünf Jahre lang keine neuen Belastungen für energieintensive Unternehmen einzuführen, um so für Planungssicherheit zu sorgen", sagte Vassiliadis in einem Interview mit der Online-Ausgabe der Zeitschrift manager magazin.

Angesichts der sich eintrübenden Konjunktur müsse Deutschland "alles vermeiden, was die Investitionsunsicherheit noch verstärkt". Insbesondere gelte dies für die Energiewende. "Wir schaffen die Wende nur mit Innovationen und Investitionen der Industrie", so Vassiliadis. Es sei eine "große Chance, den Weg in das regenerative Zeitalter als ein auch konjunkturell wirkendes Zukunftsprogramm anzulegen".

Mit Blick auf die heraufziehende Rezession warnte der IG-BCE-Chef vor Illusionen. Die Verschlechterung der wirtschaftlichen Lage schreite schleichend voran, weshalb eine "trügerische Ruhe" herrsche. "Viele glauben immer noch, wir lebten in einem normalen, stabilen Umfeld."

Für Vassiliadis ist klar, dass die Wirtschaftspolitik im Falle einer abermaligen Rezession neue Wege gehen müsse. Weil Guthaben auf den Arbeitsmarktkonten 2009 großenteils abgebaut worden seien, müsse die staatlich geförderte Kurzarbeit im nächsten Abschwung ein viel größeres Volumen schultern als 2009, um Entlassungen zu vermeiden. Folglich würden "allein die arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen viel teurer als 2009 – mit entsprechenden Folgen für den Staatshaushalt. Die Politik ist darauf überhaupt nicht vorbereitet", sagte Vassiliadis.

Das komplette Interview ist abrufbar unter:
http://www.manager-magazin.de/politik/deutschland/0,2828,862072,00.html

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