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manager magazin Online: Die Dresdner Bank wird zerteilt

Die Dresdner Bank steht vor der Spaltung. Der Aufsichtsrat der Allianz-Tochter beschließt nach Informationen von manager-magazin.de auf seiner heutigen Sitzung die gesellschaftsrechtliche Teilung der Bank.

Hamburg, 14. März 2008 – Die Dresdner Bank steht vor der Spaltung. Der
Aufsichtsrat der Allianz-Tochter beschließt nach Informationen von
manager-magazin.de auf seiner heutigen Sitzung die gesellschaftsrechtliche
Teilung der Bank. Unterhalb der Holding Dresdner Bank Gruppe sollen zwei
vollständig eigenständige neue Banken entstehen.

Die Initative zur Teilung sei vom Vorstand der Dresdner Bank ausgegangen, heißt
es. Der Aufsichtsrat solle diesem Plan auf seiner heutigen Sitzung zustimmen.
Ziel sei es, unterhalb der Holding „Dresdner Bank Gruppe“ zwei völlig
eigenständige Banken zu etablieren: Eine Bank für das Privatkundengeschäft und
eine weitere für das Firmenkundengeschäft.

Mit diesem Schritt will sich der Mutterkonzern Allianz den Quellen zufolge auf
die bevorstehende Konsolidierung in der deutschen Finanzwirtschaft vorbereiten.
Denkbar seien sowohl Desinvestitionen, also etwa forcierte Verkaufsbemühungen
der defizitären Investmentbank Dresdner Kleinwort, als auch Zukäufe.

So ist die Allianz angeblich auch an dem Kauf der Postbank interessiert, für
die sich auch die Deutsche Bank, die Commerzbank und diverse ausländische
Finanzinstitute interessieren. Favorit für den Erwerb der Postbank ist die
Deutsche Bank, die, wie es heißt, das finanziell höchste Angebot abgeben könne.

Die Dresdner Bank ist schon lange das Sorgenkind der Allianz. Auffällig war,
dass Allianz-Chef Michael Diekmann auf der Bilanzpressekonferenz im Februar
kein klares Bekenntnis zur Zukunft der Dresdner Bank abgegeben hatte und
entsprechenden Fragen ausgewichen war. Diekmann, der als Kurziel für die
Allianzaktie 200 Euro gesetzt hat, steht unter dem Handlungsdruck des
Kapitalmarktes, das Problem Dresdner Bank endlich zu lösen. Zurzeit notiert die
Allianzaktie bei 112 Euro.

Offen ist den Kreisen zufolge wie lange die Marke „Dresdner Bank“ überhaupt
noch bestehen bleibt. So sei es denkbar, dass im Falle des Verkaufs der
Firmenkundenbank das Privatkundengeschäft in die Allianz integriert werde. Nach
einem möglichen Kauf der Postbank sei auch ein „unbelasteter“ neuer Namen
denkbar. Damit wäre dann auch das Ende der Dresdner Bank besiegelt, die 1872 in
Dresden gegründet wurde.

Der vollständige Text ist abrufbar unter:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,541499,00.html

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