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manager magazin Online: Eklat bei Airbus

EADS-Co-Chairman Manfred Bischoff pocht auf mehr Kompetenzen für Hamburger Airbus-Werk

– Manfred Bischoff, Co-Verwaltungsratschef bei der
Airbus-Mutter EADS, hat die mit Spannung erwartete Veröffentlichung des
Sanierungsplans von Airbus- und EADS-Co-Chef Louis Gallois vorerst gestoppt.
Der Vertreter von DaimlerChrysler im EADS-Verwaltungsrat sah die Rolle
Deutschlands in dem Entwurf von Gallois für die Airbus-Zukunft deutlich
unterrepräsentiert. Das erfuhr manager-magazin.de aus Unternehmenskreisen.

Gallois hatte angekündigt, am 20. Februar erstmals öffentlich Details zur
Sanierung der Flugzeug-Tochter Airbus zu präsentieren. Entgegen der offiziellen
Airbus-Erklärung zur Absage dieses Termins führte nach Informationen von
manager-magazin.de aber weniger die Diskussion über das 12-Milliarden-Projekt
A350 zum Eklat im Führungsgremium:

Bischoff zeigte sich bei dem Treffen des Führungsgremiums am vergangenen
Sonntag vielmehr verärgert darüber, dass die Produktion des
Mittelstreckenflugzeugs A320 nach Gallois' Idee weiterhin in Toulouse und nicht
in Hamburg-Finkenwerder erfolgen soll. Die „Geschwister“ des A320 – A318, A319
und A321 werden bereits in der Hansestadt endmontiert. Viele Branchenkenner
hatten in der Vergangenheit bereits gefordert, dass die Fertigung der
kompletten Flugzeugfamilie an einem Standort ökonomisch sinnvoll sei.

Bischoff hatte sich nach Informationen von manager-magazin.de bereits zwei
Wochen bevor es zu dem Disput mit Gallois kam, mit ihm über den Sanierungsplan
„Power 8“ ausgetauscht. Einige entscheidende Punkte, die er vorab als Bedingung
für eine Zustimmung von deutscher Seite zum Sanierungskonzept gemacht habe,
tauchten aber in Gallois Wunschplan nicht mehr auf, heißt es aus den Kreisen.

Der vollständige Text ist abrufbar unter:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,467444,00.html

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