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manager magazin online: Großaktionär drängt RWE zu Kohleausstieg

Norwegischer Staatsfonds: Risiko durch CO2-lastiges Geschäftsmodell wächst

Einer der größten RWE-Aktionäre fordert von dem Versorger einen Plan zum Ausstieg aus der Kohle. Der norwegische Staatsfonds verlangt in einem Brief an die Aufsichtsratsspitze "strategische Pläne bezüglich des Wandels zu einem weniger emissionsintensiven Energiesystem", wie eine Sprecherin des Fonds gegenüber der Onlineausgabe des manager magazins bestätigte. "Speziell erbitten wir die Strategie und den Zeitplan für den Ausstieg aus der Kohle für die Stromerzeugung."

Den Brief haben auch andere große Stromversorger bekommen, an denen der 800 Milliarden Euro schwere Staatsfonds beteiligt ist, darunter Eon. Bei keinem der betroffenen Versorger liegt der Kohleanteil an der Stromerzeugung so hoch wie bei RWE (61 Prozent). In Norwegen verlangen Politiker und Umweltschützer, dass sich der Staatsfonds komplett aus Unternehmen zurückzieht, die ihr Geld mit Kohle, Öl und Gas verdienen.

Der Fonds, der an RWE zuletzt mit knapp 2 Prozent beteiligt war, sieht im Geschäft mit fossilen Rohstoffen wachsende Risiken. Umweltgesetze, internationale Klimaabkommen, aber auch der Durchbruch neuer, sauberer Technologien machten Konzerne aus der traditionellen Energiebranche verletzlich. Eine RWE-Sprecherin verwies gegenüber manager magazin auf das Unternehmensziel, den CO2-Ausstoß bis 2020 auf 0,62 Tonnen pro Megawattstunde von zuletzt 0,76 zu senken.

Beim Großaktionär Union Investment stoßen die Forderungen aus Norwegen auf Verständnis. "Die Position ist betriebswirtschaftlich nachvollziehbar", sagt Fondsmanager Thomas Deser gegenüber manager magazin. "Die Politik versucht den CO2-Preis hochzuschleusen. RWE hat da also ein Problem." Die Investmentgesellschaft müsse aber Anteile an RWE halten und stehe dem Konzern "als Aktionär auf den Füßen".

Der vollständige Text ist abrufbar unter:
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/energie/norwegens-staatsfonds-draengt-rwe-zu-braunkohle-ausstieg-a-1032201-2.html

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