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manager magazin online: Webriese Unister droht Aufspaltung

Anbieter von Finanz- und Reiseportalen wie "fluege.de" sucht Geschäftsführer für "neu zu gründende Gesellschaften“

Das deutsche Internet-Imperium Unister steht vor der Aufspaltung. Nach Informationen von manager magazin online wurde eine Investmentbank bereits mit der Steuerung dieses Prozesses mandatiert. Zudem ist die Beraterfirma KPMG dabei, das Zahlengeflecht der Firma zu durchforsten.

Wie weit die Pläne fortgeschritten sind, zeigen zwei in den vergangenen Tagen veröffentlichte Stellenanzeigen. Darin werden zwei "Geschäftsführer/CEO" für die "neu zu gründenden Gesellschaften" Unister Comparison und Unister Ventures gesucht. In einer der beiden Anzeigen heißt es ganz unumwunden, zu den Aufgaben des neuen Chefs gehöre "die Vorbereitung und Durchführung von Finanzierungsrunden". Die Bewerber müssten daher "Erfahrung im Umgang mit Investoren (Investment Banking oder Private Equity)" mitbringen.

"Das zeigt, dass Unister neue Gesellschafter sucht, um Liquidität zu erhalten", sagte ein Insider. Auf die Frage, ob Unister neue Eigenkapitalinvestoren suche, antwortete ein Firmensprecher: "Als wachstumsorientiertes Unternehmen kommen seit Jahren von Zeit zu Zeit an Partnerschaften Interessierte auf uns zu. Selbstverständlich nimmt Unister diese Gesprächsfäden auf."

Hinweise, nach denen die Aufspaltung auf Druck der kreditgebenden Banken erfolgt, wurden von Unister dementiert. Seit dem vorigen Herbst sei der Konzern "so finanziert, dass er unabhängig von Banken agieren kann".

Das einstige Vorzeige-Startup war 2002 vom Leipziger Studenten Thomas Wagner gegründet worden, der noch heute der größte Gesellschafter ist. In den Jahren darauf entstand in Sachsen das - abgesehen vom Firmenreich der Samwer-Brüder - größte deutsche Online-Imperium. Heute gehören zu Unister rund 60 nationale und internationale Websites.

Der vollständige Text ist abrufbar unter:
http://www.manager-magazin.de/immobilien/artikel/a-945990.html

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