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manager magazin veröffentlicht exklusiv erstes deutsches Burn-out-Ranking

Eine Studie der Asklepios-Kliniken zeigt, in welchen Dax-Konzernen die meisten Burn-out-Erkrankungen auftreten.

Die Zahl der Menschen, die unter chronischer Erschöpfung leiden, steigt seit Jahren massiv an – doch die führenden Unternehmen haben das Phänomen lange unterschätzt. Das zeigt Deutschlands erstes Burn-out-Ranking, das manager magazin exklusiv in seiner aktuellen Ausgabe veröffentlicht (Erscheinungstermin: 25. Mai). Für die Untersuchung haben Experten der Asklepios-Kliniken die Zahl der Beschäftigten mit Burn-out in Dax-Konzernen geschätzt, auf Basis der in den Asklepios-Krankenhäusern stationär behandelten Patienten.

Die Ergebnisse sind alarmierend: In keiner Branche sind Mitarbeiter vor dem Ausbrennen gefeit. Dennoch sind die Unterschiede zwischen einzelnen Unternehmen groß: So schneidet etwa die Allianz mit bis zu 3400 Burn-out-Fällen pro Jahr schlecht ab, ebenso die Commerzbank (bis zu 3200 Fälle) und die Deutsche Bank (bis zu 1900 Fälle). Eine vergleichsweise niedrige Burn-out-Quote zeigen dagegen Volkswagen, Bayer oder Linde.

Über alle Dax-Konzerne hinweg haben diejenigen Unternehmen die höchsten Burn-out-Raten, in denen seit Jahren umstrukturiert, saniert und gekürzt wird – wie etwa bei Eon. Doch entspannt zurücklehnen kann sich keiner der Konzerne im deutschen Leitindex: Viel zu lange haben sie die Erkrankung nicht ernst genommen, viele der Präventionsprogramme sind noch zu frisch, um echte Wirkung zeigen zu können. Und von einem strategischen Gesundheitsmanagement, das etwa auch die Risiken analysiert, am Arbeitsplatz psychisch zu erkranken, sind viele Firmen noch weit entfernt.

Dabei zeigen die Zahlen seit Langem, dass sich etwas zusammenbraut: Zwischen 2004 und 2010 hat sich die Zahl der Burn-out-bedingten Arbeitsunfähigkeits-Tage über alle Unternehmen hinweg von rund 8 auf mehr als 72 pro 1000 Beschäftigte nahezu verneunfacht. Schon heute summieren sich die Gesamtkosten für psychische Erkrankungen auf 27 Milliarden Euro jährlich.

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