DER SPIEGEL

Managergehälter: BMW-Chef Panke warnt vor Planwirtschaft

Debatte über Vorstandsgehälter nicht zielführend / Premium-Segment gegen Konjunkturschwäche gewappnet / Phase der Internationalisierung kann beginnen


Der Münchner Autokonzern BMW wird die Managergehälter nicht wie von der Cromme-Kommission gefordert einzeln ausweisen. Im Interview mit SPIEGEL ONLINE sagte Vorstandschef Helmut Panke: „Die Frage, wie viel jedes einzelne Vorstandsmitglied verdient, halte ich für nicht zielführend, denn der Vorstand ist als Gesamtgremium verantwortlich.“ In letzter Konsequenz führe die Diskussion nur dazu, dass die Höhe der Gehälter durch staatlichen Eingriff begrenzt würde, wenn dies die gesamtwirtschaftliche Situation erfordere. „Dann hätten wir wieder eine Planwirtschaft“, warnte Panke.

Über eine schleppende Nachfrage als Folge der schwachen Konjunktur macht sich Panke nur wenig Sorgen: „Die Premium-Angebote sind davon weit weniger betroffen. In den nächsten Jahren wird dieses Segment doppelt so schnell wachsen wie der übrige Markt.“ Er bekräftigte sein Ziel, bis zum Ende des Jahres die Zahl der verkauften Fahrzeuge und den Umsatz des Unternehmens zu steigern. Im ersten Quartal lag der Münchener Automobilhersteller aber noch sieben Prozent hinter den Vergleichszahlen des Vorjahres zurück.

Der ab Sommer erhältliche neue Fünfer-BMW und die mit einem Facelift versehenen Modelle der Dreier-Reihe würden für einen Nachfrageschwung sorgen, begründete der BMW-Chef seine Prognose.

Auch bei der Gewinnmarge werde BMW überdurchschnittlich abschneiden, gab sich Panke gegenüber SPIEGEL ONLINE zuversichtlich. BMW habe im vergangenen Quartal eine Menge der Vorleistungen erbracht, die nötig gewesen seien, um die für die nächsten Jahre anstehende neue Phase der Internationalisierung des Unternehmens einzuleiten.

Das vollständige Interview ist unter www.spiegel.de abrufbar.

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