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Medion AG unter Druck

Wichtiger Kunde Aldi auf Abwegen / Personalkosten steigen schneller als Umsatz

Die Essener Medion AG hat offenbar größere Probleme als bisher bekannt. Wie manager magazin in seiner Septemberausgabe (Erscheinungstermin: 20. August 2004) schreibt, verlor der Elektronikgerätehändler Anfang des Jahres einen Großauftrag von Aldi Süd. Es ging um die Lieferung von mehr als 100 000 Fernsehgeräten für das Jahresendgeschäft 2004. Die Ware kommt nun von zwei türkischen Konkurrenten.

Da Aldi langfristige Lieferbeziehungen schätzt, könnte sich der gescheiterte Deal fatal auswirken: Erweisen sich die Türken als zuverlässige Anbieter, kann es passieren, dass Aldi Süd künftig keine Fernseher mehr von Medion bezieht. Denkbar ist auch, dass Aldi Nord den gleichen Schritt vollzieht. Die beiden Aldi-Gruppen sind mit einem Umsatzanteil von rund 60 Prozent die wichtigsten Medion-Kunden.

manager magazin berichtet weiter, dass die Personalkosten von Medion weit schneller steigen als der Umsatz. Der wesentliche Grund für diese Entwicklung liegt in der raschen Expansion des Unternehmens. Um im Ausland zu wachsen, beliefert Medion seine Kunden immer häufiger mit Kleinserien von wenigen hundert Stück. Bereits im ersten Halbjahr 2004 ist der Gewinn um 14,7 Prozent gesunken. Für das Gesamtjahr schließt Medion einen Rückgang von Umsatz und Ergebnis nicht mehr aus.

Autorin: Ursula Schwarzer
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