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Millionenerbe Falk hat kein Geld mehr

Ex-Internet-Unternehmer verfügt laut eidesstattlicher Versicherung über kein
privates Vermögen mehr

Der Millionenerbe und ehemalige Internet-Unternehmer Alexander Falk verfügt
nach eigenen Angaben über kein eigenes Vermögen mehr. Wie das manager magazin
in seiner aktuellen Ausgabe (Erscheinungstermin: 22. Juli 2005) berichtet, geht
das aus einer eidesstattlichen Versicherung hervor, die Falk bei einem
Hamburger Gerichtsvollzieher abgeben musste, um einer erneuten Inhaftierung zu
entgehen. Falk steht seit Dezember 2004 wegen schweren Betrugs,
Kursmanipulation und Steuerhinterziehung vor Gericht. Im April wurde er gegen
eine Kaution von 1,5 Millionen Euro aus der Untersuchungshaft entlassen. Seit
Mitte Juni liegt ein dritter Haftbefehl gegen Falk vor, weil er sich bei einem
früheren Termin beim Gerichtsvollzieher geweigert hatte, Angaben zu seinem
Vermögen zu machen.

Zur Preisgabe seiner Vermögensverhältnisse zwangen ihn die Anwälte der Kanzlei
Clifford Chance, die Falk im Auftrag der englischen Firma Energis auf 763
Millionen Euro Schadensersatz verklagen. Diesen Preis hatte Energis für Falks
Internetfirma Ision gezahlt.

Mit den Angaben in der eidesstattlichen Versicherung signalisiert Falk, dass
bei ihm nichts mehr zu holen sei – und erweckt mit gewissen Formulierungen den
Eindruck, dass er die Bemühungen seiner Gläubiger und Strafverfolger nicht
allzu ernst nimmt. „Ich lebe zur Zeit von Geldern meiner Familie“, gibt Falk zu
Protokoll, „Kost und Logis erhalte ich hauptsächlich von meiner Ehefrau“, und:
„10 Euro Taschengeld, wenn’s anfällt.“

Von seinen Besitztümern ist Falk laut eigener Darstellung wenig geblieben. Sein
Haus im feinen Hamburger Stadtteil Harvestehude verschenkte er schon 2002 an
seine Frau Nadia. Über weitere Häuser und Grundstücke in Hamburg, Krefeld und
Südafrika kann er angeblich nicht verfügen.

Hinsichtlich diverser Firmenbeteiligungen räumt er zwar ein, Gesellschafter der
Alexander Falk Holding zu sein, der KIV Beteiligungs GmbH, der nConfidence
sowie der Falk Real Estate. Welchen Wert die Beteiligungen jeweils haben, weiß
Falk aber angeblich nicht. Von zwei Stiftungen in Liechtenstein, deren
Begünstigter Falk ist, seien „derzeit“ keine Barmittel zu erwarten.

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