manager magazin

Montblanc zu Schadensersatz verurteilt

Luxusartikelhersteller wirkte beim Verkauf einer Tochtergesellschaft an einer dubiosen Finanztransaktion mit

Der Verkauf der früheren Tochtergesellschaft Montblanc Leather (MBL) hat für
den Hamburger Luxusartikelhersteller Montblanc International ein juristisches
Nachspiel. Wie manager magazin in seiner am 23. Dezember erscheinenden
Januar-Ausgabe meldet, hat das Landgericht Hamburg Montblanc zur Zahlung von
einer Million Euro Schadensersatz an ihre ehemalige Offenbacher Tochterfirma
verurteilt. Die war nach dem Verkauf in Karl Seeger Lederwarenmanufaktur
umbenannt worden und hatte im September 2010 Insolvenz angemeldet. Die
Insolvenzverwalterin verklagte Montblanc. Der Konzern hat gegen das Urteil
Berufung eingelegt.

Das Landgericht sah es laut manager magazin als erwiesen an, dass Montblanc im
Juni 2009 als Noch-Eigentümerin des Lederwarenherstellers an „einer verbotenen
Auszahlung“ mitgewirkt habe, weil der Kaufpreis in Höhe von 3,2 Millionen Euro
aus der Kasse des Kaufobjektes MBL entnommen wurde. MBL gewährte dem Käufer den
Betrag als Kredit – eine Forderung, die sich als uneinbringlich erwies. Hierdurch sei das
Stammkapital von MBL zum Teil aufgezehrt worden, was laut Gericht zu einer
sogenannten Unterbilanz in Höhe von 2,1 Millionen Euro geführt habe. Die
Insolvenzverwalterin hatte aus Kostengründen die Klage zunächst auf eine
Million Euro begrenzt. Wenn das erstinstanzliche Urteil Bestand hat, wird sie
nach Informationen von manager magazin auch die restlichen 1,1 Millionen Euro
bei Montblanc einfordern.

Autor: Sören Jensen
Telefon: 040 308005-39

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Silke Döhren
Telefon: 040 3007-3036
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