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Neue Ermittlungen gegen Mittelstands-Lobbyist Mario Ohoven 

Verdacht auf versuchten Prozessbetrug

Die Staatsanwaltschaft Düsseldorf ermittelt gegen Mario Ohoven, Präsident des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft, wegen des Verdachts auf versuchten Prozessbetrug. Dies meldet das manager magazin in seiner neuesten Ausgabe, die am 20. Dezember erscheint.

Die zuständige Staatsanwältin geht offenbar davon aus, dass Ohoven, hauptberuflich Chef des Düsseldorfer Fondsvertriebs Investor und Treuhand (IT), Mitarbeiter zu einer Falschaussage vor Gericht gedrängt habe, berichtet manager magazin weiter. Der Hintergrund: Ein Rentner aus Mülheim an der Ruhr hatte die IT auf Schadensersatz verklagt. Ihm war beim Kauf von Anteilen an einem Filmfonds zugesichert worden, er würde binnen 18 Monaten Ausschüttungen in Höhe von gut 77 Prozent seines Einsatzes bekommen. Tatsächlich erhielt der Anleger nur einen Teil der Summe.

Vor Gericht bestritten Ohovens Verkäufer, die ungedeckte Zusage gemacht zu haben. Die Richter glaubten ihnen jedoch nicht; die IT wurde in einem - noch nicht rechtskräftigen - Urteil zu Schadensersatz verpflichtet. Die mögliche Lüge der IT-Mitarbeiter vor Gericht dürfte der Anlass für die Staatsanwaltschaft gewesen sein, nun gegen Ohoven wegen des Verdachts auf versuchten Prozessbetrug zu ermitteln.

Autor: Jonas Hetzer
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