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Neue Führungsstruktur für den Ergo-Konzern

Zahl der Vorstände soll reduziert werden

Deutschlands zweitgrößtem Erstversicherer, dem von der Münchener Rück kontrollierten Düsseldorfer Ergo-Konzern, steht in den kommenden Monaten ein radikaler Umbau bevor. Dies berichtet manager magazin in seiner am Freitag erscheinenden Ausgabe. Bei der Restrukturierung soll nach dem Willen von Ergo-Aufsichtsratschef und Münchener-Rück-Vorstandschef Nikolaus von Bomhard die Zahl der Vorstände in den Ergo-Konzerngesellschaften reduziert werden. Zu den Ergo-Unternehmen gehören unter anderem die Lebens- und Sachversicherer der Victoria und der Hamburg-Mannheimer sowie die DKV und die D.A.S., die europäischen Marktführer in der privaten Krankenversicherung beziehungsweise der Rechtsschutzversicherung. Zentralfunktionen wie Personal, Rechnungswesen oder Controlling sollen für alle Gesellschaften des Verbundes zusammengelegt, die verschiedenen Sach- und Lebensversicherer der Gruppe in Personalunion von mächtigen Spartenvorständen geführt werden.

Für die bislang relativ selbstständigen Unternehmen des Verbundes hätte diese Neustrukturierung gravierende Folgen. Die Entscheidungen würden künftig nicht mehr in den Führungsgremien der einzelnen Gesellschaften, sondern im Vorstand der Holding fallen. Die Lebens- und Sachversicherer des Verbundes würden zu einer einheitlichen Plattform zusammengefügt werden, lediglich der Markenauftritt der Konzerngesellschaften soll weiterhin unabhängig bleiben. Aufsichtsratschef von Bomhard will damit Synergien heben. Wie weit er sich mit seinen Vorstellungen durchsetzt, ist allerdings noch offen. Die Neustrukturierung wurde zwar auf der Aufsichtsratssitzung am 17. März diskutiert, die Entscheidung aber auf die außerordentliche Sitzung des Gremiums am 2. April vertagt.

Autor: Dietmar Palan
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Hamburg, 25. März 2004

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