manager magazin

Neue Strategie bei der Bahn

Konzernchef Grube will Stammgeschäft sanieren / Absage an schnellen Börsengang

Der Chef der Deutschen Bahn, Rüdiger Grube, will sich künftig auf die Sanierung
des klassischen Bahnbetriebs konzentrieren. „Wir müssen und werden unser
Stammgeschäft in Ordnung bringen“, sagte Grube dem manager magazin
(Erscheinungsdatum: 19. Februar). Der Manager zieht damit die Konsequenzen aus
Pannen und Schwierigkeiten der Bahn, die besonders im Winterverkehr aufgetreten
sind. „In unserem Brot- und Buttergeschäft hakt es an vielen Ecken“, räumt
Grube ein. Die Verbesserung von Service und Verlässlichkeit hätten für ihn
jetzt Vorrang. Damit rückt Grube von der Strategie seines Vorgängers Hartmut
Mehdorn ab, der mit der Bahn stark expandieren und an die Börse gehen wollte.
Grube sieht dafür derzeit keinen Raum. „Solange wir unsere Bahnkunden nicht
überzeugen, brauchen wir den Bürgern mit Internationalisierung oder Börsengang
nicht zu kommen“, sagte der Bahn-Chef dem manager magazin.

Der Bahn-Chef hat mehrere Arbeitsgruppen eingesetzt, um die Probleme anzugehen.
So soll eine Taskforce unter seiner persönlichen Leitung Servicemängel
ausräumen und das Bahnfahren insgesamt einfacher machen. Parallel erarbeitet
ein Team einen Rahmenplan für die technische Ausstattung des Konzerns, um aus
den jüngsten Pannenserien zu lernen. Zudem will die Bahn mit neuen Zügen wieder
zuverlässiger werden. Im Juni wird das Management über die Bestellung von bis
zu 300 neuen Zügen im Gesamtwert von 6 Milliarden Euro entscheiden.

Autor: Michael Machatschke
Telefon: 0 40/30 80 05-37

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