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Neues Führungssystem für Siemens

Siemens-Vorstandschef Peter Löscher verpasst dem Konzern ein neues
Führungssystem. Wie das manager magazin in seiner jüngsten Ausgabe
(Erscheinungstermin: 26. Oktober 2007) berichtet, will Löscher mit einem „klar
durchgestochenen System“ dafür sorgen, dass Geschäftsbereiche und
Landesgesellschaften in Zukunft in durchgängigen Prozessen und nach
einheitlichen Regeln operieren. Der neue Unternehmenslenker schafft damit die
weitgehende Autonomie ab, in denen Sparten und Regionen wie
quasi-selbstständige Unternehmen agierten.

In Zukunft werde es für übergreifende Funktionen wie Finanzberichterstattung,
Compliance oder Personalwesen durchgängige Zuständigkeiten von ganz unten bis
hin zum verantwortlichen Vorstand geben, schreibt das manager magazin. Die
operativen Leiter der Geschäfte konzentrierten sich ausschließlich auf Produkte
und Kunden. Die Landesgesellschaften dienten den operativen Bereichen als
Dienstleister, die vor Ort Kunden betreuen und Mitarbeiter engagieren.

Entsprechend verändert Löscher auch das Incentive-System für die
Regionalverantwortlichen. Sie wurden bislang daran gemessen, wie viel Umsatz
sie erzielten. Nun berechnen sich die Boni danach, wie gut die Landesleiter
neue Geschäftsmöglichkeiten erschließen, Kundenkontakte ausbauen oder hoch
qualifizierte Arbeitskräfte rekrutieren. Wer Sonderwege geht, muss mit
Sanktionen rechnen – vom Wegfall der Extrazahlungen bis hin zum Karriereknick.
Kontrolliert werden soll die Performance vom Vorstand, entweder in einer noch
zu schaffenden Position oder nach Regionen aufgeteilt von Personalchef Heinrich
Hiesinger, Cheftechnologe Hermann Requardt und Compliance-Vorstand Peter
Solmssen.

Ähnlich neu gestaltete Systeme von Incentives und Sanktionen sollen in Zukunft
das Verhalten aller Siemens-Führungskräfte steuern. Laut manager magazin will
Löscher „klipp und klar“ definierte Rollen für alle Verantwortlichen schaffen.
Hält sich der Manager erfolgreich an die Vorgaben, wird er mit Boni und
Aufstiegschancen belohnt. Verstößt er gegen Vorgaben und Regeln, drohen
Konsequenzen – bis hin zu einer Bestellung vor das neu geschaffene
Disziplinarkomitee, wenn er Compliance-Vorschriften missachtet hat.

Autorin: Eva Müller
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