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Neues Milliarden-Risiko für die Deutsche Bahn

Konzern befürchtet hohe Belastungen aus aktuellen Tarifrunden

Der Deutschen Bahn drohen neue finanzielle Lasten aus zwei anstehenden
Tarifrunden. So befürchtet die Bahn laut einem internen Risikobericht bisher
nicht eingeplante Lasten aus Lohn- und Gehaltssteigerungen von 409,3 Millionen
Euro für die Jahre 2010 bis 2014. Eine Fortsetzung des Beschäftigungspakts
zieht womöglich Zusatzkosten von 662,5 Millionen Euro für die Jahre 2011 bis
2015 nach sich. Das berichtet das manager magazin (Erscheinungstermin: 25.
Juni) unter Berufung auf ein vertrauliches Bahn-Papier.

Zwei Tarifwerke des Staatsunternehmens laufen in Kürze aus. Am 31. Juli endet
der Konzerntarifvertrag, zum Jahresende der sogenannte Beschäftigungssicherungs-
vertrag, der betriebsbedingte Kündigungen ausschließt. Die Gewerkschaften
bestehen – das haben sie bereits signalisiert – auf einer Fortsetzung des
Beschäftigungspakts. Zudem verlangen sie deutliche Lohnerhöhungen.

Das Bahn-Management geht offenbar davon aus, den Beschäftigungspakt verlängern
zu müssen, und hat die Zusatzkosten bereits bilanziell berücksichtigt. In die
Konzernplanung sind sie allerdings noch nicht aufgenommen. Weder in die Bilanz
noch in ihre Planung eingearbeitet hat die Bahn hingegen das allgemeine
Tarifrisiko.

Autor: Michael Machatschke
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